Neuer Erzgebirgstunnel soll Dresden und Prag in einer Stunde verbinden
Lara Braun"Endlich!": Kraushaar drängt auf Tempo bei Prag-Bahnlinie - Neuer Erzgebirgstunnel soll Dresden und Prag in einer Stunde verbinden
Großes Bahnprojekt zwischen Dresden und Prag kommt nach Jahren der Planung voran
Das Herzstück des Vorhabens ist ein 30 Kilometer langer Tunnel durch das Erzgebirge, der die Reisezeit zwischen den beiden Städten auf nur eine Stunde verkürzen soll. Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar hat nun den Bundestag aufgefordert, die Prüfung des Projekts zu beschleunigen.
Das Bundesverkehrsministerium hat die erforderlichen Planungsunterlagen an den Bundestag übermittelt. Damit geht eine fast achtjährige Vorbereitungsphase seit dem offiziellen Start des Projekts im Jahr 2018 in die nächste Runde. Die neue Strecke soll einen langjährigen Engpass auf der bestehenden Verbindung beseitigen und gleichzeitig den Lärm für Anwohner reduzieren.
Die Hochgeschwindigkeitsverbindung gilt als strategisch entscheidende Achse für Deutschland und Europa. Sie würde eine kritische Lücke im internationalen Schienenkorridor schließen und den Verkehr zwischen Mittel- und Osteuropa verbessern. Ministerin Kraushaar betonte die Dringlichkeit der Finanzierungssicherung und warnte, dass Verzögerungen den Verlust von EU-Fördermitteln und die abgestimmte Umsetzung mit Prag gefährden könnten.
Kraushaar wandte sich direkt an die Bundestagsabgeordneten mit der Bitte, dem Projekt Priorität einzuräumen. Eine zügige Genehmigung würde den Schwung erhalten und sicherstellen, dass die Strecke wie geplant fertiggestellt wird.
Bei einer Bewilligung wird die neue Bahnverbindung den Verkehr zwischen Dresden und Prag revolutionieren. Der Tunnel durch das Erzgebirge wird die Fahrzeiten deutlich verkürzen und die Auslastung der bestehenden Strecken entlasten. Der Erfolg des Projekts hängt nun von schnellem parlamentarischem Handeln und der fortgesetzten Zusammenarbeit mit den tschechischen Behörden ab.
