04 February 2026, 08:10

Neue Hoffnung im Fall Linnemann: Cold-Case-Ermittler suchen im Wattenbeker Gehege nach Spuren

Ein gelber Volkswagen Käfer parkt auf einem Einkaufszentrum, mit verschiedenen Objekten, Menschen und Beschriftungen im Hintergrund.

Neue Hoffnung im Fall Linnemann: Cold-Case-Ermittler suchen im Wattenbeker Gehege nach Spuren

Neun Jahre alter Vermisstenfall wiederaufgenommen: Neue Spuren geben Hoffnung im Fall Horst Georg Linnemann

Ein seit einem Jahrzehnt ungelöster Vermisstenfall ist nach dem Auftauchen neuer Hinweise wiederaufgenommen worden. Horst Georg Linnemann, ein 28-jähriger Maschinenbaustudent, verschwand am 15. Dezember 2014 spurlos aus seinem Zuhause in Neumünster. Sein Verschwinden galt schon lange als verdächtig, doch seine Leiche wurde nie gefunden.

Nun durchsucht die Cold-Case-Einheit (CCU) ein Waldgebiet nahe des Wattenbeker Geheges zwischen Neumünster und Bordesholm aufgrund frischer Ermittlungsansätze. Die Behörden loben weiterhin eine Belohnung von 1.500 Euro für sachdienliche Hinweise aus, die zur Aufklärung des Falls beitragen könnten.

Linnemann wurde zuletzt von seiner Freundin in ihrer gemeinsamen Wohnung in Neumünster am Nachmittag des 15. Dezember 2014 gesehen. Fünf Tage später wurde sein dunkler Volkswagen Golf IV (Kennzeichen: NMS-ZX 88) verlassen in Hamburg aufgefunden. Erste Ermittlungen deuteten darauf hin, dass er möglicherweise getötet worden war – sein Körper könnte verbrannt und irgendwo im Raum Neumünster vergraben worden sein.

2015 gerieten zwei Männer – damals 28 und 26 Jahre alt – aus Neumünster und Kappeln in den Fokus der Ermittler. Doch es fanden sich keine direkten Beweise, die sie mit der Tat in Verbindung brachten. In den folgenden Jahren konzentrierte sich die Medienberichterstattung auf Zeugenaufrufe und Details zu Linnemanns Fahrzeug.

2024 übernahm die CCU den Fall und begann, die Beweislage neu zu bewerten. Aktuelle Erkenntnisse führten die Ermittler nun ins Wattenbeker Gehege, ein bewaldetes Gebiet nördlich von Neumünster. Die Beamten vermuten, dass Linnemanns Leiche dort versteckt worden sein könnte. Sie bitten die Bevölkerung um Hinweise zu seinem Verbleib, seinem Auto oder einem gelben Anhänger, der möglicherweise mit dem Fall in Verbindung steht.

Die Staatsanwaltschaft Kiel hält die 1.500-Euro-Belohnung für Informationen aufrecht, die zur Auffindung Linnemanns oder zur Überführung der Verantwortlichen führen.

Die aktuelle Suche im Wattenbeker Gehege ist der jüngste Versuch, das Verschwinden Linnemanns aufzuklären. Die Behörden rufen alle auf, die Angaben zu seinen Bewegungen, seinem Fahrzeug oder verdächtigen Aktivitäten in der Region machen können, sich zu melden. Der Fall bleibt ungelöst – doch die Ermittler sind entschlossen, nach fast zehn Jahren endlich Antworten zu finden.

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