Netanyahus angeblicher Tod löst wilde Verschwörungstheorien aus – was steckt dahinter?
Lara BraunNetanyahus angeblicher Tod löst wilde Verschwörungstheorien aus – was steckt dahinter?
In den letzten Wochen haben im Internet Spekulationen über den Gesundheitszustand des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu – oder gar über seinen möglichen Tod – stark zugenommen. Die Debatte entfachte sich erneut, nachdem eine Umfrage eines finnischen Professors und eine Reihe ungewöhnlicher Videos wilde Theorien in den sozialen Medien befeuert hatten.
Die jüngste Welle an Gerüchten begann, als Tuomas Malinen, Professor an der Universität Helsinki, eine Umfrage veröffentlichte, in der er Netanyahus Status infrage stellte. Dies folgte auf frühere Behauptungen, der Ministerpräsident sei bereits im März ums Leben gekommen – möglicherweise bei einem Raketenangriff am 8. März oder durch andere unbestätigte Vorfälle. Einige Nutzer spekulierten sogar, sein Privatjet sei in Berlin am Boden geblieben, während andere auf angebliche Veränderungen in seiner Sprechweise und Formulierungen in jüngsten Videos hinwiesen.
Die Theorien weiteten sich aus und umfassten sogar Behauptungen, Netanyahu werde von einem Double ersetzt oder seine Auftritte seien mit künstlicher Intelligenz nachgeahmt. Ältere Berichte tauchten wieder auf, darunter einer, dem zufolge Netanyahu den damaligen US-Präsidenten Donald Trump davon überzeugt habe, ein militärischer Schlag könnte das iranische Regime stürzen – was die mysteriöse Stimmung noch verstärkte.
Am Dienstag, dem 31. März 2026, reagierte die israelische Regierung darauf, indem sie neue Videos auf Netanyahus X-Account und der Seite des Ministerpräsidentenamts veröffentlichte. In einer Aufnahme ist er mit dem US-Botschafter Mike Huckabee zu sehen, der scherzhaft erklärt, er solle im Auftrag Trumps seinen Gesundheitszustand überprüfen. Netanyahu antwortet lächelnd: "Ja, Mike, ja, ich lebe." Ein weiteres Video zeigt ihn beim Telefonieren – offenbar, um die Spekulationen zu entkräften.
Die Kontroverse war zunächst durch ein Video vom 12. März entfacht worden, in dem Zuschauer behaupteten, Netanyahu habe sechs Finger – ein Detail, das die Verschwörungstheorien weiter anheizte.
Mit ihrer Stellungnahme wollte die Regierung die Gerüchte aus der Welt schaffen, doch die Videos haben Skeptiker kaum überzeugt. Online werden nach wie vor jede Bewegung und jedes Detail von Netanyahus Auftritten analysiert. Das Büro des Ministerpräsidenten hat sich zu den extremeren Behauptungen – etwa über Doubles oder KI-Manipulationen – nicht geäußert.






