Münchner Sicherheitskonferenz 2025: Europa sucht seine Stimme in unsicheren Zeiten
Finn FuchsIschinger verspricht 'Sicherheitskonferenz der Superlative' - Münchner Sicherheitskonferenz 2025: Europa sucht seine Stimme in unsicheren Zeiten
Münchner Sicherheitskonferenz 2025: Rekordbeteiligung bei wachsender geopolitischer Spannung
Vom 13. bis 15. Februar versammeln sich auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) 2025 so viele globale Führungspersönlichkeiten wie nie zuvor. Mit 65 Staats- und Regierungschefs – im Vergleich zu 42 im Vorjahr – spiegelt die Veranstaltung die zunehmende internationale Besorgnis über sich verschärfende geopolitische Konflikte wider. Die Organisatoren bezeichnen die diesjährige Konferenz als einen Schlüsselmoment für Europa, um seine Rolle auf der Weltbühne zu behaupten.
Rekordbeteiligung auf höchster Ebene Die Konferenz verzeichnet einen deutlichen Anstieg an hochrangigen Teilnehmern: 98 Außen- und Verteidigungsminister werden erwartet (2023: 87), dazu über 50 US-Senatoren und Abgeordnete des Repräsentantenhauses. Auch US-Außenminister Marco Rubio wird anreisen. Auffällig ist hingegen das Fehlen von Vizepräsident J.D. Vance.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Teilnahme bestätigt – trotz der anhaltenden, zähen Verhandlungen mit Russland. Russische Vertreter werden hingegen nicht erwartet. Für Deutschland gibt Friedrich Merz (CDU) als Bundeskanzler sein Debüt auf der Konferenz.
Europas "Erwachen" gefordert MSC-Vorsitzender Wolfgang Ischinger positioniert die Konferenz als Reaktion auf die wahrgenommene Instabilität in den transatlantischen Beziehungen. Er rief zu einem "Erwachen Europas" auf und mahnte, die Zeit für bloße Debatten sei vorbei – nun brauche es konkretes Handeln. Die hohe Teilnehmerzahl deutet darauf hin, dass viele Staaten diese Dringlichkeit teilen.
Weichenstellung für die globale Sicherheit Mit 65 Ländern auf höchster Ebene vertreten unterstreicht die MSC 2025 Europas Bestreben, die eigene Sicherheitsarchitektur mitzugestalten. Die in München gefassten Beschlüsse könnten den Ton für die internationale Zusammenarbeit in den kommenden Monaten vorgeben. Die Konferenz markiert damit nicht nur einen Teilnehmerrekord, sondern auch einen Wendepunkt in der globalen Sicherheitsdebatte.
