Merck KGaA kämpft mit sinkenden Gewinnen und schwachem Dollar-Euro-Verhältnis
Elias HofmannSchwacher Dollar: Merck erwartet Gewinnr├╝ckgang - Merck KGaA kämpft mit sinkenden Gewinnen und schwachem Dollar-Euro-Verhältnis
Merck KGaA verzeichnet ein schwieriges Jahr: Gewinne und Umsätze sinken 2025
Der Darmstadt-Konzern Merck KGaA hat ein herausforderndes Geschäftsjahr gemeldet: Sowohl Gewinne als auch Umsätze gingen 2025 zurück. Das Unternehmen sieht sich zudem mit wachsendem Druck durch Generika-Wettbewerb und Währungseffekte konfrontiert. Dennoch erhalten die Aktionäre weiterhin eine stabile Dividende von 2,20 Euro pro Aktie.
Im vergangenen Jahr sank der Umsatz von Merck leicht um 0,3 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro, während der Nettogewinn um etwa 6 Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro zurückging. Besonders belastend wirkte sich der schwache US-Dollar aus – immerhin entfällt rund ein Viertel der globalen Verkäufe auf den amerikanischen Markt.
Für 2026 rechnet der Pharmakonzern mit einem noch schwierigeren Jahr. Die Umsätze dürften auf 20,0 bis 21,1 Milliarden Euro sinken, nach den bisherigen Werten. Auch das operative Ergebnis (EBIT) vor Sondereffekten wird voraussichtlich weiter auf 5,5 bis 6,0 Milliarden Euro fallen.
Eine der größten Herausforderungen ist der Wegfall der US-Verkäufe für das Multiple-Sklerose-Medikament Mavenclad. Ab März drängen generische Alternativen auf den Markt und schmälern die Erlöse. In den vergangenen fünf Jahren hatten die US-Umsätze mit Mavenclad 2023 ihren Höhepunkt bei rund 400 Millionen Euro erreicht, seither sinken sie jedoch jährlich um 15 bis 20 Prozent. Durch Patentabläufe in Europa und den bevorstehenden "Patent-Cliff" in den USA Ende 2026 könnte Merck seinen globalen Marktanteil im MS-Bereich von derzeit etwa 5 Prozent auf unter 3 Prozent verlieren.
Unterdessen steht ein Wechsel an der Unternehmensspitze bevor: Die scheidende Vorstandsvorsitzende Belen Garijo verlässt Merck Ende April, um die Führung des französischen Pharmakonzerns Sanofi zu übernehmen.
Die finanzielle Perspektive von Merck bleibt angesichts von Währungseffekten, Generika-Druck und schrumpfenden Marktanteilen in zentralen Therapiebereichen angespannt. Trotz dieser Herausforderungen hält das Unternehmen die Dividende vorerst stabil bei 2,20 Euro pro Aktie.
