Marzahn Pride 2023 feiert queere Sichtbarkeit trotz rechtsextremer Herausforderungen
Elias HofmannMarzahn Pride 2023 feiert queere Sichtbarkeit trotz rechtsextremer Herausforderungen
Marzahn Pride 2023 findet am Samstag statt – und feiert damit bereits seine siebte Auflage im Berliner Bezirk. Unter dem Motto „Sichtbarkeit ist Widerstand“ setzt die Veranstaltung in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf die Herausforderungen, mit denen queere Geflüchtete und Migrant:innen in Marzahn konfrontiert sind.
Der Demonstrationszug startet um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten. Vanessa Krah und Gordon Lemm werden vor Beginn der Parade Eröffnungsreden halten. Ab 14:30 Uhr schließt sich ein Nachbarschaftsfest mit Live-Musik, DJ-Sets, Streetfood und weiteren Aktivitäten an.
Quarteera e.V., der Veranstalter, setzt sich für queere Communities aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus ein. Die Initiative will auf Diskriminierung in Marzahn aufmerksam machen – ein Bezirk, in dem laut Berliner Register diskriminierender Vorfälle vermehrt rechtsextreme Propaganda und Akteur:innen dokumentiert wurden.
Im vergangenen Jahr war die Veranstaltung durch Drohungen der neonazistischen Gruppe „Deutsche Jugend Voran“ belastet worden. Zwar berichten 2023 fast die Hälfte der deutschen Pride-Veranstaltungen von rechtsextremen Störungen, doch für den diesjährigen Marzahn Pride liegen bisher keine Hinweise auf konkrete extremistische Mobilisierungen vor.
Der Demonstrationszug und das Fest finden wie geplant statt. Die Organisator:innen hoffen, dass die Veranstaltung Solidarität und Sichtbarkeit für queere Menschen in Marzahn stärkt. Der Ablauf bleibt unverändert – bisher gibt es keine Meldungen über Bedrohungen, die die Feierlichkeiten stören könnten.






