"maramara" in Kiel: Der Kinderladen, der Eltern das Leben leichter macht
Elias Hofmann
"maramara" in Kiel: Der Kinderladen, der Eltern das Leben leichter macht
maramara ist einer dieser Läden, die man auf der Holtenauer Straße eher zufällig entdeckt – eingequetscht zwischen einem Café und einem Boutique-Geschäft, das seinen Namen gefühlt jedes Jahr wechselt. Die Nummer 108, leicht zu übersehen, wenn man nicht gezielt danach sucht: kein riesiges Logo, keine grellen Schaufenster. Doch wer hier einkauft, scheint begeistert zu sein (4,8 Sterne bei einigen Dutzend Bewertungen – nicht schlecht).
Drinnen ist es einfach … angenehm. Nicht überladen mit Ware, keine dröhnende Musik, keine aufdringlichen Sale-Schilder. Die Kleidung ist praktisch: Socken, Bodys, Jacken für größere Kinder – nichts, was nach zwei Wäschen auseinanderfällt. Vieles besteht aus Naturmaterialien, was wohl erklärt, warum Eltern mit Babys oft länger bleiben als geplant.
Das Personal drängelt nicht. Meist ist nur eine Person an der Kasse, die hilft, wenn man fragt, ansonsten lässt sie einen in Ruhe. Kein Verkaufsdruck, keine aufgesetzten Begrüßungsfloskeln. Die Öffnungszeiten sind verlässlich: werktags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 14 Uhr. Sonntags? Geschlossen. Wer also sonntags um 17 Uhr einen Strampler braucht, hat Pech gehabt.
Die Preise sind nicht billig, aber auch nicht überteuert. Man zahlt für Dinge, die halten – und die Stammkunden scheinen das zu schätzen. Keine Website, kein aufwendiger Online-Shop, nur eine Telefonnummer an der Tür (+49 (0)431 12345678), falls man nachfragen möchte, ob das Gewünschte vorrätig ist.
Es ist nicht der Laden, für den man extra durch die ganze Stadt fährt. Aber wenn man in Kiel ist und keine Lust auf das Einkaufszentrum hat, erledigt maramara die Sache. Ohne Schnickschnack, ohne Stress. Man geht rein, holt, was man braucht, und ist raus – manchmal in unter zehn Minuten. Und das fühlt sich, wenn man ein Kind dabei hat, schon fast wie ein Sieg an.






