11 January 2026, 20:04

Mainzer Karnevalspause: Wie der Närrische Stammtisch Allerscheenste 2027 zurückkehrt

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Bühne von den Wiesbadener Festspielen 1902, das Menschen in traditioneller deutscher Kleidung zeigt, einige tragen Hüte und andere Capes, unter bunten Lichtern und Dekorationen, während das Publikum im Hintergrund jubelt.

Mainzer Karnevalspause: Wie der Närrische Stammtisch Allerscheenste 2027 zurückkehrt

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Der beliebte Mainz 05 Karnevalsverein Närrischer Stammtisch Allerscheenste, bekannt für seinen scharfen Witz und gemütliche Kneipenabende, setzt seine Veranstaltungen 2025 und 2026 aus – Grund ist ein schwindender Mitgliederbestand. Doch Holger Bartz, der neu gewählte Vorsitzende, will den Verein bis 2027 wiederbeleben und dabei seinen bodenständigen Charakter bewahren.

Gegründet 1986 von eingewurzelten Mainzern, ist die Allerscheenste seit Langem eine feste Größe in der lokalen Fastnachtszene. Ihre Sitzungen im rustikalen Gewölbekeller der Augustinerstraße sind berühmt für ihren derben, dialektlastigen Humor und die Weigerung, Redner zu bezahlen. Das Symbol des Vereins, ein Clown, steht für den spielerischen, aber ungeschliffenen Stil der Gruppe.

Fast 40 Jahre lang verlieh die Gesellschaft den Aller-Allerscheenste-Preis an herausragende Karnevalspersönlichkeiten. Doch trotz dieses Erbes zwang der Rückgang aktiver Mitglieder zur Absage der Sitzungen 2025 und 2026. Bartz, ein engagierter Karnevalsaktivist, übernahm den Vorsitz, um den Niedergang zu stoppen. Er betont die Kernwerte des Vereins: eine Rückkehr zum ursprünglichen Kneipenkarneval, bei dem niemand finanziell profitiert und der Mitgliedsbeitrag bescheidene 1,11 Euro im Monat beträgt. Um neuen Schwung zu gewinnen, lädt die Allerscheenste nun Interessierte zu ihren regelmäßigen Treffen ein, die alle drei Wochen im Augustinerkeller in der Mainzer Altstadt stattfinden. Bartz hofft, dass diese Runden rechtzeitig neue Gesichter anziehen, um 2027 einen vollständigen Neuanfang zu schaffen.

Zwar fallen die Sitzungen zwei Jahre aus, doch die Pause soll den Weg für eine Erneuerung ebnen. Mit günstigen Beiträgen und einem Fokus auf Tradition setzt der Verein auf seinen grassroots-Charme, um eine neue Generation zu begeistern. Gelingt das Vorhaben, könnten bald wieder unbezahlt auftretende Redner und dialektlastiger Humor das Kellerlokal in der Augustinerstraße füllen – spätestens 2027.