Mainzer Dezernentin zerpflückt Eröffnung von Terminal 3 als "Lärm-Begräbnis"
Nina WalterMainzer Dezernentin zerpflückt Eröffnung von Terminal 3 als "Lärm-Begräbnis"
Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger übt scharfe Kritik am Eröffnungstermin von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen
Die Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger hat die bevorstehende Eröffnung von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen scharf verurrteilt. Sie bezeichnete die Veranstaltung als ein "Begräbnis für eine lärmgeplagte Region – serviert mit platter Sektflasche" und warf den Planern vor, die seit langem bestehenden Bedenken wegen Fluglärms im Rhein-Main-Gebiet ignoriert zu haben.
Steinkrüger argumentiert, Terminal 3 sei vor allem gebaut worden, um die Flugkapazitäten auszuweiten – auf Kosten der Anwohner, die bereits seit Jahren unter unerträglichem Lärm leiden. Der Flugverkehr habe die zumutbaren Grenzen längst überschritten, so die Dezernentin.
Die Eröffnung des neuen Terminals erfolgt trotz stagnierender Flugzahlen – ein Widerspruch zu den jahrzehntelangen Versprechungen der Flughafenbetreiber. Diese hatten stets mit stark steigenden Passagier- und Flugzahlen argumentiert, um das Projekt zu rechtfertigen.
Zudem stellte Steinkrüger infrage, ob das derzeit geschlossene Terminal 2 jemals wiedereröffnet wird. Sie wirft den Flughafenverantwortlichen vor, Planungsfehler zu vertuschen, indem sie den Fokus auf Billigfluggesellschaften und den Ausbau des Frachtgeschäfts lenken.
Die Eröffnung des Terminals bezeichnete sie als "Schlag ins Gesicht" der Anwohner und betonte, das Projekt habe die eigentlichen Bedürfnisse der Region ignoriert.
Während die Flugzahlen stagnieren und die Lärmbelastung weiterhin für Proteste sorgt, verdeutlichen Steinkrügers Äußerungen die wachsende Kluft zwischen den Expansionsplänen des Flughafens und den Anliegen der lokalen Bevölkerung. Ungewiss bleibt, welche Auswirkungen der neue Terminal langfristig auf den Flugverkehr und die Lebensqualität in der Region haben wird.






