11 February 2026, 06:03

"Mainz bleibt Mainz" feiert Generationswechsel mit Frauenpower und Abschieden

Ein Blatt mit der Überschrift "Carnivals Parisiens par Louis Morin" in fetter Schrift, das farbenfrohe Illustrationen von Menschen in bunten Kostümen und Masken bei einer lebendigen Karnevalszenen zeigt.

"Mainz bleibt Mainz" feiert Generationswechsel mit Frauenpower und Abschieden

Die 71. Ausgabe von "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" steht vor großen Veränderungen auf der Bühne. Die diesjährige Show verbindet bewährte Traditionen mit neuen Gesichtern und markiert damit einen Generationswechsel beim beliebten Karnevalsevent. Erstmals übernehmen Frauen Schlüsselrollen, während langjährige Künstler besondere Würdigung erfahren.

Das Programm bietet eine Mischung aus etablierten Stars und aufstrebenden Talenten. Jürgen Wiesmann feiert sein 25-jähriges Jubiläum als "Ernst Lustig" und setzt seine beliebte Seifenoper-Nummer fort. Hansi Greb, bekannt als "Hobbes", gibt dagegen seinen Abschied von der Bühne – nach Jahrzehnten im Rampenlicht.

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Chrissy Grom schreibt Geschichte als erste Frau, die das Protokoll leitet, nachdem sie beim Gonsenheimer Carneval Verein mit scharfsinnigen, karnevalstypischen Kommentaren zu politischen Pannen für Furore sorgte. Ihre Pointen brachten ihr im vergangenen Jahr stehende Ovationen ein und machten sie zu einem absoluten Highlight. Junge Bands wie "Handkäse" bringen zudem frischen Schwung und energiegeladene Auftritte ins Programm.

Politische Satire bleibt ein zentrales Element: Florian Sitte als "Till", Johannes Bersch als "Moguntia" und Thomas Becker als "Zeitgeist" werden das Publikum mit beißendem Spott unterhalten. Andreas Schmitt, obwohl er aktuell als Bürgermeisterkandidat in Nieder-Olm antritt, kehrt als imposanter "Obermessdiener" zurück, um die traditionelle Schlussrede zu halten.

Die Show würdigt auch Jubiläen, darunter den 100. Geburtstag der "Mainzer Hofsänger". Doch die letzte Ausgabe litt unter technischen Problemen und sinkenden Zuschauerzahlen, was Fragen zur Zukunft des Formats aufwirft.

Das diesjährige "Mainz bleibt Mainz" setzt auf mutige Neuerungen – von weiblich dominierten Rollen über frische Acts bis zu emotionalen Abschieden. Die Übertragung verzichtet auf direkte Vergleiche mit früheren Ausgaben und konzentriert sich stattdessen auf die Weiterentwicklung zwischen Tradition und Innovation. Die Veranstalter wollen die Show wiederbeleben, ohne ihren karnevalistischen Geist zu verlieren.