16 March 2026, 12:12

Lyten übernimmt Northvolt-Standorte und plant Mega-Fabrik in Deutschland

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die an einer Maschine arbeiten, umgeben von Metallstangen und -pfählen, mit dem Text "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Lyten plant Batteriewiederbelebung in Heide mit spezieller Technologie - Lyten übernimmt Northvolt-Standorte und plant Mega-Fabrik in Deutschland

Der US-Energiekonzern Lyten hat die insolventen schwedischen Aktivitäten des Batterieherstellers Northvolt für knapp 5 Milliarden Dollar (rund 4,2 Milliarden Euro) übernommen. Zum Deal gehören das Hauptwerk für Batteriezellen in Skellefteå sowie ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Västerås. Nun richtet das Unternehmen seinen Blick auf Deutschland, wo es im Kreis Dithmarschen, Region Heide, eine große neue Produktionsstätte plant.

Das Vorhaben hat bereits das Interesse lokaler Politiker und Wirtschaftsführer geweckt. Lyten-Chef Dan Cook traf sich in dieser Woche mit Vertretern vor Ort, um die Pläne vorzustellen.

Lyten spezialisiert sich auf Lithium-Schwefel-Batterien, eine Technologie, die ohne kritische Rohstoffe wie Kobalt und Nickel auskommt. Im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus könnten sie zudem eine höhere Sicherheit bieten. Allerdings benötigen sie pro Kilowattstunde mehr Lithium und halten weniger Ladezyklen stand – technische Hürden, die es zu überwinden gilt.

Das Unternehmen hält über 550 Patente, doch die Umsetzung in industrielle Prozesse bleibt eine zentrale Herausforderung. Der Erfolg hängt von einer präzisen Umsetzungsstrategie und einer starken lokalen Führung ab, um Vertrauen in der Region aufzubauen.

Falls alles nach Plan verläuft, könnte der Bau der Anlage in Heide bereits 2027 beginnen – vorausgesetzt, die Übernahme der deutschen Northvolt-Tochter gelingt. Geplant sind eine Batteriezellenfabrik, ein Rechenzentrum und Energiespeicheranlagen. Lyten zielt dabei auf den Markt für Hochleistungsbatterien mit extrem großer Reichweite ab, was die Wirtschaft in Norddeutschland beflügelt.

Der Besuch von CEO Dan Cook in Heide unterstreicht das Engagement des Unternehmens. Derzeit laufen Gespräche mit Landesvertretern und lokalen Partnern, um die Details zu finalisieren.

Die nächsten Schritte hängen davon ab, ob die Übernahme der deutschen Northvolt-Standorte gelingt und die technischen Herausforderungen gemeistert werden. Bei Erfolg würde das Werk einen bedeutenden Expansionsschritt für Lyten in Europa markieren. Die Verantwortlichen in der Region verfolgen die Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit.

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