23 April 2026, 06:09

Lufthansa streicht 20.000 Flüge wegen explodierender Spritkosten und Kerosinknappheit

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, aufgeteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung angibt.

Lufthansa streicht 20.000 Flüge wegen explodierender Spritkosten und Kerosinknappheit

Lufthansa streicht 20.000 Flüge zwischen Mai und Oktober, um Spritkosten zu sparen. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund stark gestiegener Flugkraftstoffpreise nach der Sperrung der Straße von Hormus. Betroffen sind vor allem Verbindungen ab Frankfurt und München, wo die Nachfrage geringer ausfällt.

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Die Airline rechnet durch die Streichungen mit einer Einsparung von rund 40.000 Tonnen Kerosin. Die explodierenden Kosten zwingen Lufthansa, sich auf lukrativere Strecken zu konzentrieren und weniger ausgelastete Verbindungen zu reduzieren. Passagiere erhalten den aktualisierten Sommerflugplan voraussichtlich Ende April oder Anfang Mai.

Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) decken die europäischen Kerosinreserven derzeit etwa sechs Wochen des Bedarfs ab. Der Engpass entsteht durch unterbrochene Öl- und Gaslieferungen durch die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Seit der Sperrung haben sich die Kraftstoffpreise verdoppelt – viele Airlines müssen nun ihre Betriebsabläufe überdenken.

Willie Walsh, Generaldirektor des internationalen Luftverkehrsverbands IATA, hatte bereits vor möglichen Flugstreichungen in ganz Europa ab Ende Mai gewarnt. Als Hauptgrund nannte er die Kerosinknappheit, die nicht nur Lufthansa, sondern die gesamte Branche belastet.

Durch die Streichungen reduziert Lufthansa zwar den Verbrauch, hält aber die wichtigsten Verbindungen aufrecht. Reisende sollten vor der Buchung die überarbeiteten Flugpläne prüfen. Die Entscheidung der Airline spiegelt die größeren Herausforderungen wider, vor denen der europäische Luftverkehr angesichts anhaltender Treibstoffknappheit steht.

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