24 December 2025, 10:16

Linke fordert altersarmutsfeste Rente für Alleinerziehende

Ein Baby unter einer Babywiege mit einem Warnaufkleber auf der linken Seite der Wiege.

Linke fordert altersarmutsfeste Rente für Alleinerziehende - Linke fordert altersarmutsfeste Rente für Alleinerziehende

Deutschlands Rentensystem steht auf dem Prüfstand: Politiker und Experten drängen auf grundlegende Reformen

Eine neu eingesetzte Kommission soll langfristige Lösungen erarbeiten, während Parteien Änderungen vorschlagen, um besonders Alleinerziehende besser abzusichern. Die Linke fordert dringendes Handeln, um Altersarmut bei Eltern, die ihre Kinder allein großziehen, zu verhindern.

Im Dezember 2025 hatte die Bundesregierung eine 13-köpfige Rentenkommission berufen, die bis Mitte 2026 die Zukunft der Alterssicherung in Deutschland sichern soll. Geleitet wird die Gruppe von den beiden Vorsitzenden Constanze Janda und Frank-Jürgen Weise unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). Ihre Aufgabe besteht darin, nachhaltige Vorschläge zu entwickeln – angesichts wachsender Sorgen um Finanzierung und Gerechtigkeit im System.

Die Linke bringt eigene Forderungen ein, darunter ein einheitliches Rentensystem, in das alle Erwerbstätigen – Selbstständige, Beamte und Angestellte – gleichmäßig einzahlen. Katja Maurer, sozialpolitische Sprecherin der Partei, wies auf die besonderen Herausforderungen von Alleinerziehenden hin, die oft prekäre Beschäftigung, Teilzeitarbeit und niedrigere Rentenansprüche bewältigen müssen. Sie schlägt vor, Kindererziehungs- und Pflegezeiten stärker in der Rentenberechnung zu berücksichtigen, den Ausbau der Kinderbetreuung voranzutreiben und faire Bezahlung für unbezahlte Care-Arbeit einzuführen. Weitere Reformideen in der Diskussion sind die Stabilisierung des Rentenniveaus, Steuerentlastungen für arbeitende Rentner sowie eine Ausweitung der Mütterrente. Georg Maier, SPD-Landeschef in Thüringen, unterstützt hingegen ein Bürgerrentenmodell, um das System zu vereinfachen. Die Linke in Thüringen warnt, dass ohne Reformen Alleinerziehende auch künftig ein hohes Risiko tragen, im Alter in Armut zu geraten.

Die Ergebnisse der Rentenkommission, die bis Mitte 2026 vorliegen sollen, werden die künftige Rentenpolitik prägen. Vorschläge wie die Anrechnung von Pflegearbeit oder die Vereinheitlichung der Beitragszahlungen zielen darauf ab, bestehende Lücken im System zu schließen. Falls umgesetzt, könnten diese Reformen mehr finanzielle Sicherheit für Alleinerziehende und andere Risikogruppen im Alter bieten.

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