Leroy Sanés Zukunft im Nationalteam: Warum der Wechsel zu Galatasaray die Gemüter erhitzt
Nina WalterLeroy Sanés Zukunft im Nationalteam: Warum der Wechsel zu Galatasaray die Gemüter erhitzt
Die Zukunft von Leroy Sané in der deutschen Nationalmannschaft wird seit seinem Wechsel zu Galatasaray Istanbul intensiv diskutiert. Kritiker sehen in dem Transfer das Ende seiner Laufbahn im Nationaltrikot und werfen ihm vor, finanziellen Interessen mehr Gewicht beizumessen als der Rezeption seines Landes. Die Debatte hat in den letzten Monaten an Schärfe gewonnen – trotz seiner früheren Verdienste für die Mannschaft.
Sané spielte eine zentrale Rolle in der WM-Qualifikation Deutschlands. Im November 2022 erzielte er im entscheidenden Spiel gegen die Slowakei zwei Tore und bereitete ein weiteres vor. Dennoch gestaltete sich seine erste Saison bei Galatasaray schwierig: In 43 Einsätzen gelangen ihm lediglich sieben Treffer.
Die Kritik an Sané hat Reaktionen von Teamkollegen und prominenten Stimmen des deutschen Fußballs ausgelöst. Ilkay Gündoğan argumentierte in seiner Der-Spiegel-Kolumne, dass die ständige öffentliche Bewertung einen kreativen Spieler wie Sané einengen könne. Auch Joshua Kimmich und Julian Nagelsmann nahmen ihn in Schutz und betonten seinen Arbeitseinsatz sowie seine defensiven Leistungen.
Dass ausgerechnet Sané als angeblicher Störfaktor im Spielsystem Deutschlands dargestellt wird, gilt vielen als ungerecht. Während etwa Nadiem Amiri vor der Presse stand, ohne auf seinen Konkurrenten Jamal Musiala angesprochen zu werden, wird Sané immer wieder isoliert thematisiert. Selbst Jamie Leweling musste sich vor einem Spiel Fragen zu Sanés Form stellen.
Trotz seiner wichtigen Beiträge bleibt Sané aufgrund seiner sportlichen Schwächephase im Fokus der Kritik. Die Diskussion um seinen Platz im Nationalteam ist noch lange nicht abgeschlossen. Seine Verteidiger halten die Vorwürfe für überzogen und warnen vor den Folgen für sein Selbstvertrauen.

