02 April 2026, 12:07

Leerstehende Büros werden zu 60.000 neuen Wohnungen – doch die Hürden sind hoch

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnentwicklungsstandorts auf Papier mit beschrifteten Abschnitten und Textdetails zu Gebäuden, Straßen und anderen Merkmalen.

Leerstehende Büros werden zu 60.000 neuen Wohnungen – doch die Hürden sind hoch

Deutschland treibt die Umwandlung leerstehender Bürogebäude in Tausende neue Wohnungen voran. Mit der Bundesinitiative "Gewerbe zu Wohnen" werden Investoren für solche Umbauten mit Fördergeldern unterstützt. Bis zu 60.000 Wohnungen könnten in Großstädten entstehen, wenn ungenutzte Gewerbeflächen gezielt umgenutzt werden.

Das Programm konzentriert sich auf brachliegende Bürobereiche in den sieben größten Metropolregionen Deutschlands. Nach offiziellen Schätzungen ließen sich dort rund 11.000 neue Wohnungen einrichten. Bei einer Ausweitung des Vorhabens könnte das Potenzial auf bis zu 60.000 Wohneinheiten in den wichtigsten Ballungsräumen steigen.

Investoren können Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro umgewandelte Wohneinheit beantragen. Die maximale Förderung für ein einzelnes Unternehmen ist auf 300.000 Euro begrenzt. Im Gegensatz zu Krediten müssen diese Mittel nicht zurückgezahlt werden.

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Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Sanierungen den Standard "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien" erfüllen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Umbauten klimafreundlich und energieeffizient erfolgen. Allerdings sind die Kosten für die Umrüstung von Büros in Wohnraum oft hoch. Strukturelle Änderungen wie der Einbau von Küchen, Bädern und einer geeigneten Belüftung können die Ausgaben deutlich in die Höhe treiben.

Die in den letzten Jahren gestiegenen Baukosten haben zudem einige Projekte weniger attraktiv gemacht. Trotz der finanziellen Unterstützung bleibt die wirtschaftliche Machbarkeit für viele Bauherren eine Herausforderung.

Ziel der Initiative ist es, Leerstände zu verringern und gleichzeitig das Wohnungsangebot zu erhöhen. Durch die Förderung klimabewusster Sanierungen unterstützt sie auch die Nachhaltigkeitsziele Deutschlands. Dennoch könnten hohe Umwandlungskosten und begrenzte Förderobergrenzen den Fortschritt in einigen Regionen bremsen.

Quelle