05 January 2026, 16:27

Lange Wartezeiten beim Arzt: Jeder Vierte wartet über drei Tage auf einen Termin

Eine Gruppe von Menschen, die an einem Tisch mit Papieren und Gläsern sitzt, ein Klimagerät, eine Mitteilungstafel und Karten an der Wand im Hintergrund.

Ein Drittel der Versicherten unzufrieden mit der Wartezeit für Facharzttermine - Lange Wartezeiten beim Arzt: Jeder Vierte wartet über drei Tage auf einen Termin

Patienten in Deutschland müssen weiterhin lange auf Arzttermine warten – viele haben Schwierigkeiten, kurzfristig einen arzt in der nähe zu finden. Eine aktuelle Umfrage zeigt ein gespaltenes Meinungsbild: Während einige die Wartezeiten für akzeptabel halten, fordern andere eine bessere Verfügbarkeit. Gesundheitsaktivisten erheben zunehmend die Stimme für digitale Lösungen und erweiterte Sprechzeiten.

Die neuesten Zahlen belegen, dass jeder vierte Patient länger als drei Tage auf einen Termin beim hausarzt wartet. Weitere 25 Prozent erscheinen einfach ohne vorherige Anmeldung. Bei Fachärzten sind die Verzögerungen noch gravierender: 25 Prozent warten über einen Monat, 10 Prozent sogar länger als drei Monate.

Trotz dieser Herausforderungen geben 51 Prozent der Patienten an, mit den Wartezeiten beim arzt zufrieden zu sein. Nur 14 Prozent äußern sich explizit unzufrieden. Die Mehrheit bevorzugt weiterhin traditionelle Buchungswege: 59 Prozent vereinbaren arzttermine persönlich oder telefonisch, bei Fachärzten sind es 65 Prozent. Der GKV-Spitzenverband, ein führender Verband der gesetzlichen Krankenversicherungen, hat ein Echtzeit-Onlineportal für Terminvergaben vorgeschlagen. Dem Plan zufolge sollten Arztpraxen einen festen Anteil ihrer Kapazitäten für digitale Buchungen reservieren. Die Hälfte der Befragten hält online oder app-basierte prozentrechnung für wichtig oder sehr wichtig. Bisher hat jedoch keine offizielle Institution die Umfrageergebnisse in eine konkrete Umsetzung überführt.

Eugen Brysch, ein bekannter Patientenvertreter, plädiert dafür, dass Arztpraxen mehrere Kontaktmöglichkeiten anbieten sollten. Er schlägt vor, dass Praxen mindestens 25 Stunden pro Woche per E-Mail, Fax und Telefon erreichbar sein müssten. Der Vorschlag betont zudem die Notwendigkeit, ältere Patienten zu unterstützen, die möglicherweise keinen Zugang zu digitalen Medien haben oder über entsprechende Kenntnisse verfügen.

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Die Umfrage verdeutlicht die unterschiedlichen Erfahrungen von Patienten: Während viele die aktuellen Wartezeiten akzeptieren, fordern andere schnellere Zugänge. Prozentrechner und verlängerte Öffnungszeiten könnten die Situation entlasten – doch eine Umsetzung steht noch in den Sternen. Besonders ältere Patienten bräuchten möglicherweise zusätzliche Hilfe, um von neuen Maßnahmen zu profitieren.