20 March 2026, 06:05

Lahav Shani begrüßt München mit einem herzhaften "Servus!"

Eine große Menge marschiert während des Christopher Street Day 2019 in Berlin die Straße entlang, viele tragen Mützen und Schutzbrillen, einige halten Fahnen, mit Bannern, Laternenmasten, Bäumen und Gebäuden im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.

Lahav Shani begrüßt München mit einem herzhaften "Servus!"

Lahav Shani hat die Leitung der Münchner Philharmoniker als neuer Musikdirektor übernommen. Seine Ankunft wird mit einem typisch bayerischen Gruß begrüßt – ein herzliches "Servus!" statt einer multikulturellen Willkommensgeste. Die Wahl spiegelt Münchens langjährige Tradition wider, lokale Bräuche mit internationalen Einflüssen zu verbinden.

Shanis Vorstellung des Orchesters mit einem freundlichen "Servus!" folgt einem Muster, das in München bereits bekannt ist. Als Simon Rattle einst als Gastdirigent in der Stadt wirkte, leitete er ein "Symphonisches Hoagascht" – eine Hommage an die bayerische Kultur. Dieser Ansatz steht im Kontrast zu Berlins weltoffenerem Stil, wo die Philharmoniker Rattle einst schlicht mit einem "Willkommen!" begrüßten.

Eine Kampagne mit "Schalom" für Shani hätte Münchens Offenheit betonen können. Doch die Stadt pflegt die Gewohnheit, ausländische Künstler durch eigene Traditionen zu integrieren, statt auf multikulturelle Gesten zu setzen. Selbst lokale Politiker wie Ministerpräsident Markus Söder genießen gelegentlich einen "Söder-Döner" – eine Verbindung türkischer Küche mit bayerischer Identität.

Es gibt keine Aufzeichnungen darüber, wie München früher internationale Musikdirektoren begrüßte. Doch die Tradition des "Bayernkults" – die Einbindung von Neuankömmlingen durch lokale Kultur – bleibt lebendig. Shanis Ankunft setzt diese Praxis fort und unterstreicht die besondere Art der Stadt, neue künstlerische Führungskräfte zu feiern.

Seine "Servus!"-Kampagne passt zu Münchens Gepflogenheit, globales Talent mit bayerischem Charme zu vereinen. Die neue Ausrichtung des Orchesters spiegelt den kulturellen Ansatz der Stadt wider – herzlich, aber tief in der Tradition verwurzelt. Wie sich dies auf die Zukunft der Philharmoniker auswirken wird, bleibt abzuwarten.

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