24 May 2026, 20:06

Kretschmer fordert langfristige Strategie für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit vor Landtagswahlen

Kretschmer zeigt sich aufgeschlossen für höhere Steuern

Kretschmer fordert langfristige Strategie für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit vor Landtagswahlen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat eine langfristige Wirtschaftsstrategie gefordert, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im kommenden Jahrzehnt zu sichern. Seine Äußerungen fallen in eine Phase intensiver Debatten über Steuerreformen, Rentenanpassungen und Veränderungen im Gesundheitswesen – kurz vor den anstehenden Landtagswahlen.

Kretschmer, Mitglied der CDU, zeigte sich offen für höhere Steuern auf Erbschaften und Spitzenverdiener. Er argumentierte, dass wohlhabendere Bürger stärker zur Kasse gebeten werden sollten, und erklärte: „Wer breitere Schultern hat, muss auch mehr tragen als diejenigen mit schwächeren.“ Gleichzeitig lehnte er pauschale Kürzungen bei Subventionen entschieden ab und bezeichnete solche Maßnahmen als „keine kluge Politik“ – ein Vorgehen, das er mit einem „Rasenmäher-Ansatz“ verglich.

Der Ministerpräsident kritisierte zudem die von der Regierung geplante Gesundheitsreform als schlecht strukturiert. Statt fragmentarischer Änderungen brauche die Bevölkerung einen klaren, in sich stimmigen Plan. Unterdessen setzte sich Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) für Steuerentlastungen zugunsten von Gering- und Mittelverdienern ein, indem er höhere Einkommensgruppen stärker belasten will.

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Vor diesem Hintergrund diskutieren CDU und SPD über eine Verschiebung der Renten- und Gesundheitsreformen auf die Zeit nach den bevorstehenden Landtagswahlen. Die Rentenkommission der Regierung arbeitet noch an ihren Vorschlägen; eine der Optionen soll dem Vernehmen nach ein Renteneintrittsalter von 70 Jahren vorsehen.

Kretschmers Haltung unterstreicht die Spannungen zwischen Steuergerechtigkeit und wirtschaftlicher Stabilität. Die Empfehlungen der Rentenkommission sowie mögliche Verzögerungen bei den Reformen werden die künftige Politik maßgeblich prägen. Im Mittelpunkt der aktuellen Debatte steht die Frage, wie fiskalische Verantwortung mit der Unterstützung einkommensschwächerer Haushalte in Einklang zu bringen ist.

Quelle