03 March 2026, 11:09

Köln und Rio vertiefen ihre Karnevalsfreundschaft mit neuer Partnerschaft

Eine Gruppe von Menschen in farbenfrohen Kostümen tanzt auf einer Bühne vor einem sitzenden Publikum, mit Lichtern, Pfählen, Ballons und einem Bildschirm, der eine Person in der Hintergrund zeigt, unter einem sichtbaren Himmel, bei der Rio-Karneval 2014.

Köln und Rio vertiefen ihre Karnevalsfreundschaft mit neuer Partnerschaft

Köln und Rio de Janeiro haben ihre langjährige Karnevalsverbundenheit mit einer neuen Partnerschaftsvereinbarung weiter gestärkt. Die Unterzeichnung im berühmten Sambódromo von Rio soll den kulturellen Austausch zwischen den beiden Städten vertiefen. Beide Seiten möchten ihr Fachwissen teilen – Köln in der Basisarbeit traditioneller Bräuche, Rio in der Jugendarbeit durch Karnevalskunst.

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Die beiden Städte arbeiten bereits seit 2011 zusammen, als Kölner Karnevalsgesellschaften erstmals mit Rios Sambaschulen kooperierten. Im Laufe der Jahre festigte sich diese Verbindung durch gegenseitige Besuche und den Austausch führender Karnevalsvertreter. Bei einer jüngsten Feier in der Residenz des deutschen Generalkonsuls in Rio verschmolzen sogar kölner Karnevalshymnen mit Sambarhythmen.

Rios Karneval ist ein gigantisches Spektakel: Sechs Sambaschulen bringen jeweils über 5.000 Teilnehmer auf die Straße. Die Umzüge dauern von 22 Uhr bis 7 Uhr morgens, mit prunkvollen Wagen und aufwendigen Kostümen. Wie die kölner Feiern bietet der Karneval in Rio einen Ausbruch aus dem Alltag und verbindet Menschen über soziale Grenzen hinweg.

Die aktuelle Vereinbarung wurde offiziell von Brasiliens Kulturminister unterzeichnet. Die kölner Delegation zeigte besonderes Interesse an Rios Ansatz zur Jugendarbeit durch den Karneval. Gleichzeitig möchten Rios Organisatoren von kölner starker Ehrenamtkultur und den bürgernahen Karnevalstraditionen lernen.

Die Partnerschaft baut auf Jahren des kulturellen Austauschs zwischen den beiden Karnevalshochburgen auf. Künftige Projekte werden voraussichtlich auf Jugendprogramme und Bürgerbeteiligung fokussieren. Beide Städte sehen in der Zusammenarbeit eine Chance, ihre Traditionen zu bereichern und den Karnevalsgeist lebendig zu halten.