
Kleines Wohnheim in Kiel bietet Demenzkranken ein normales Leben
In der Iltisstraße in Kiel-Gaarden-Ost gibt es ein kleines Wohnheim für Demenzkranke, betrieben vom Paritätischen Pflegeverband Schleswig-Holstein. Keine große Einrichtung, sondern zwölf Apartments, jedes mit eigenem Bad, eingerichtet wie eine ganz normale Wohnung. Das Ziel: ein möglichst normales Leben ermöglichen, mit Unterstützung, wann immer sie gebraucht wird.
Das Gebäude fällt nicht besonders auf. Keine sterilen Flure, kein Krankenhauscharakter – einfach ein Haus, das in die Straße passt. Innen ist es so gestaltet, dass es gemeinschaftlich wirkt, aber nicht überladen. Das Personal – Pflegekräfte, Betreuerinnen und Betreuer – kümmert sich um Mahlzeiten, Körperpflege und alles, was im Tagesverlauf anfällt. Sie organisieren auch Aktivitäten wie Gärtnern, das bei den Bewohnern offenbar gut ankommt (der Garten ist zumindest gepflegt). Nachts ist jemand in Bereitschaft, auch wenn nicht ganz klar ist, wie viel tatsächlich außerhalb der regulären Zeiten passiert.
Hier wird nicht nach starrem Plan gearbeitet. Manche Bewohner verbringen die Vormittage in den Gemeinschaftsräumen, andere bleiben in ihren Zimmern. Die Mitarbeiter sind präsent, ohne aufdringlich zu sein – man hat das Gefühl, sie sind da, wenn man sie braucht, nicht um einen festen Ablauf durchzusetzen.
Wer in Kiel nach Pflegeoptionen sucht, findet diese Einrichtung werktags geöffnet, freitags allerdings nur mit verkürzten Öffnungszeiten (bis 13 Uhr). Bisher gibt es zwei durchweg positive Bewertungen – keine große Aussagekraft, aber das Konzept einer kleinen, flexiblen Alternative zum klassischen Pflegeheim scheint genau das zu sein, was manche Familien suchen.
Die Adresse lautet Iltisstraße 35. Die Bürostunden sind montags bis donnerstags bis 16 Uhr, freitags bis 13 Uhr. Eine eigene Website ist nicht offensichtlich, aber über den Paritätischen Pflegeverband Schleswig-Holstein sollte man fündig werden. In einer Stadt mit vielen Pflegeangeboten ist diese Einrichtung leiser, kleiner und legt den Fokus eher auf den Alltag als auf medizinische Routinen. Ob das die richtige Wahl ist? Das kommt auf den Einzelfall an. Aber wer genau das sucht, wird hier fündig.






