Kirchenaustritte in Hessen nehmen weiter ab – doch der Trend bleibt ungebrochen
Lara BraunChristen Gemeinden in Hessen verlieren weiter Mitglieder - Kirchenaustritte in Hessen nehmen weiter ab – doch der Trend bleibt ungebrochen
Kirchenaustritte in Hessen gehen weiter zurück – Rückgang verlangsamt sich leicht
Die Zahl der Kirchenmitglieder in Hessen sinkt weiterhin, wenn auch mit leicht gebremster Tendenz. Aktuelle Zahlen für 2025 zeigen, dass sowohl Katholiken als auch Protestanten in der Region weniger werden – ein Trend, der sich bundesweit beobachten lässt.
Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck verzeichnete im vergangenen Jahr einen Rückgang um 3,1 Prozent und zählte Ende 2025 noch etwas mehr als 666.000 Mitglieder. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) verlor rund 40.000 Gläubige und kommt nun auf etwa 1,22 Millionen.
Auch die katholischen Diözesen Hessens melden sinkende Zahlen: Im Bistum Mainz ging die Mitgliedschaft von knapp 598.000 auf 577.000 zurück. Das Bistum Limburg verlor rund 15.000 Gläubige und zählt nun etwa 486.000. Im Bistum Fulda schrumpfte die katholische Gemeinschaft um etwa 9.400 auf gut 317.000. Insgesamt sank die Zahl der Katholiken in Hessen innerhalb eines Jahres von rund 1,16 Millionen auf 1,12 Millionen.
Bundesweit verzeichnen sowohl evangelische als auch katholische Kirchen seit fünf Jahren kontinuierliche Rückgänge. Die evangelischen Gemeinden verlieren jährlich etwa zwei Prozent ihrer Mitglieder, während die katholischen Zahlen ähnlich stark zurückgehen. Hessen, traditionell eher protestantisch geprägt, liegt mit dem Anteil evangelischer Christen weiterhin leicht über dem Bundesschnitt.
Die neuesten Daten bestätigen den anhaltenden, aber allmählichen Rückgang der Kirchenbindung in Hessen. Sowohl katholische als auch evangelische Einrichtungen haben weniger Mitglieder als in den Vorjahren. Der Trend spiegelt die größeren Veränderungen in der religiösen Landschaft Deutschlands wider.