Kino International strahlt nach 22 Monaten Sanierung in neuem Glanz
Nina WalterKino International strahlt nach 22 Monaten Sanierung in neuem Glanz
Das Kino International, die ikonische Ost-Berliner Filmspielstätte, öffnet am 3. März nach 22 Monaten umfangreicher Sanierung wieder seine Türen. Das historische Haus, 1961 erbaut und seit 1990 als Denkmal geschützt, wurde aufwendig modernisiert – stets unter Bewahrung seines ursprünglichen Charme. Die Kosten beliefen sich auf über 10 Millionen Euro, zusätzlich flossen Mittel in Nebenräume.
Die Arbeiten begannen Anfang 2022 und zwangen das Kino für fast zwei Jahre zur Schließung. Installiert wurden moderne Elektroleitungen, eine neue Klimaanlage sowie hochmoderne Projektionstechnik, die nun den Standards der Filmfestspiele von Cannes entspricht. Dennoch blieb das markante Äußere des Gebäudes unverändert.
Im Inneren wurde die Sitzanordnung überarbeitet, um den Komfort zu steigern: Die Reihen reduzierten sich von 20 auf 18, die Gesamtzahl der Plätze sank von 551 auf 506 – dafür gewannen die Zuschauer mehr Beinfreiheit. Ein besonderes Highlight ist der legendäre Perlenvorhang mit über 40 Millionen Pailletten, der liebevoll restauriert und in Originaltreue wiederhergestellt wurde.
Seit seiner Eröffnung 1963 war das Kino International Schauplatz großer Filmgeschichte. Regisseure wie Steven Spielberg und Spike Lee sowie die Schauspielerin Tilda Swinton gaben sich hier zu Premieren und Veranstaltungen die Ehre. Seit 1992 gehört das Haus zur Yorck-Gruppe und feiert seine Wiedereröffnung nun mit einer Zeremonie, an der Wolfram Weimer, der Staatsminister für Kultur, und Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner teilnehmen werden.
Die Neueröffnung verbindet moderne Technik mit Denkmalschutz. Mit verbesserten Räumlichkeiten und restaurierten Details bleibt das Kino International ein kulturelles Wahrzeichen Berlins. Die offizielle Wiedereröffnung am 3. März wird sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft des Hauses als erstklassige Filmadresse feiern.
