Kimchi in Kiel: Authentischer koreanischer Grill mit Charme und Schärfe
Elias Hofmann
Kimchi in Kiel: Authentischer koreanischer Grill mit Charme und Schärfe
Kimchi liegt am Kleinen Kuhberg, nur einen kurzen Spaziergang von der Wunderino-Arena entfernt – und ist kein gewöhnliches Kieler Restaurant. Keine überteuerten Sushi-Rollen oder vage „asiatische Fusion“-Gerichte, sondern vor allem koreanisches Essen, ergänzt um einige vietnamesische und thailändische Spezialitäten. Betritt man das Lokal, nimmt man wahrscheinlich zuerst den Geruch der Tischgrills wahr, dieses Aroma von gegrilltem Fleisch, noch bevor man die Speisekarte zu Gesicht bekommt.
Das Ambiente ist schlicht. Keine aufwendige Beleuchtung oder Dekoration, nur Tische, etwas Gesprächsgewirr und das Geräusch von Essen, das direkt vor einem zubereitet wird. Der koreanische Grill ist der Hauptanziehungspunkt – hier brät man sein eigenes Bulgogi oder Galbi, wickelt es in Salatblätter mit Knoblauch, Ssamjang und ihrem Kimchi (das tatsächlich scharf ist). Wer keine Lust auf Selbstgrillen hat, bestellt Bibimbap, Pho oder Pad Thai – doch die koreanischen Gerichte wirken, als lägen sie dem Team besonders am Herzen.
Geöffnet ist mittags und abends, doch die genauen Zeiten sucht man online vergeblich. Besser vorher anrufen. Die Gäste sind bunt gemischt: Studierende der Uni, Einheimische, die mal etwas anderes als Döner oder Fischbrötchen probieren wollen, manchmal auch Gruppen, die Soju trinken und gemeinsam speisen. Das Personal ist nicht aufdringlich und plaudert nicht viel, erledigt seine Arbeit aber zuverlässig.
Über 400 Online-Bewertungen mit durchschnittlich 4,1 Sternen – also ja, die Gäste sind zufrieden. Kein stylisches Szenerestaurant, aber wer nach echtem Kimchi oder knusprigen Schweinebauch-Stücken sucht, wird in Kiel kaum eine bessere Adresse finden. Die Anschrift lautet Kleiner Kuhberg 32, Reservierungen gibt es nicht. Wer Wartezeiten vermeiden will, sollte früh oder spät kommen.
Erstmals koreanisch essen? Das Personal gibt gern Tipps. Nur eines sollte man nicht erwarten: dass es schnell geht. Ein koreanisches Mahl ist kein Fast Food – es braucht seine Zeit.







