13 June 2026, 22:26

Kiels verstecktes Kompetenzzentrum für Ernährungswissenschaft der DGE

Kein Prunk, keine Schilder, aber jede Menge Expertise: Hier wird Ernährungswissen für Schulen und Krankenhäuser gemacht. Wer sucht, findet – wenn er weiß, wo.

Kiels verstecktes Kompetenzzentrum für Ernährungswissenschaft der DGE

Das Büro der DGE in Schleswig-Holstein liegt in der Hermann-Weigmann-Straße, gleich abseits des Sophienblatts, wo die Fußgängerströme allmählich versiegen. Keine Menschenmengen, keine auffälligen Schaufenster – nur ein schlichtes Büro mit der Nummer 1. Hier verläuft sich niemand zufällig, doch für Ernährungsberater, Forscher und Gesundheitsfachleute ist es ein lokaler Knotenpunkt der Ernährungswissenschaft.

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Die DGE ist keine unbedeutende Einrichtung – sie zählt zu den zentralen Akteuren im deutschen Gesundheitswesen. Sie übersetzt komplexe Forschungsergebnisse in praktische Empfehlungen für Krankenhäuser, Schulen und andere Institutionen. Die Kieler Dependance ist eine von mehreren Regionalstellen, die vor allem Fachleuten als Anlaufstelle für Informationen oder Kooperationen dient. Keine großen Schilder, keine offene Türpolitik. Einfach ein Arbeitsort, der seine Aufgaben erledigt.

Doch was passiert hier eigentlich konkret? Bundesweit entwickelt die DGE Ernährungsrichtlinien und berät große Einrichtungen. Vor Ort geht es wohl eher um Workshops, Materialien für Lehrkräfte oder die Zusammenarbeit mit öffentlichen Gesundheitsprojekten. Wer jedoch eine klare Übersicht über den Tagesablauf sucht – oder gar die Öffnungszeiten –, wird kaum fündig. Die Website ist der beste Weg, um Kontakt aufzunehmen, auch wenn Telefon oder E-Mail ebenfalls funktionieren könnten.

Für Kiel ist die DGE ein unauffälliger, aber fester Bestandteil der lokalen Wissenschafts- und Gesundheitslandschaft – kein Motiv für Postkarten, keine prunkvollen Gebäude wie das GEOMAR oder das UKSH. Ein Ort für Eingewihte, für diejenigen, die bereits im Fachgebiet tätig sind. Wer Antworten zu Ernährungsfragen sucht, könnte hier richtig sein – auch wenn die Tür nicht immer weit offensteht.