08 May 2026, 17:00

Kiels verstecktes Juwel: Veganes Tex-Mex mit rauchigen Jackfruit-Tacos und hausgemachter Guacamole

Wo in Kiel vegane Enchiladas in Mole-Sauce und stückige Guacamole auf schlichte Gemütlichkeit treffen. Ein Ort, an dem selbst Fleischliebhaber zweimal hinschauen.

Kiels verstecktes Juwel: Veganes Tex-Mex mit rauchigen Jackfruit-Tacos und hausgemachter Guacamole

Verde liegt am Kleinen Kuhberg, nur einen kurzen Spaziergang vom belebten Zentrum Kiels entfernt. Das Lokal ist nicht auffällig, aber es hat sich zum Geheimtipp für alle entwickelt, die mexikanisches und lateinamerikanisches Essen ohne Fleisch suchen. In einer Stadt, in der vegane Optionen oft wie ein nachträglicher Einfall wirken, stehen sie hier von Anfang an im Mittelpunkt – ob rauchige Jackfruit-Tacos, üppig gefüllte Bohnen-Burritos oder vegane Carne-Asada-Fajitas, die einen fast auf die Speisekarte schauen lassen, um nachzuprüfen, ob wirklich kein Fleisch drinsteckt.

Drinnen herrscht schlichte Gemütlichkeit: holzgetäfelte Tische, ein paar bunte Fliesen, etwas Grünzeug – nichts Überladenes, aber genug, um sich wohlzufühlen. Im Sommer füllen sich die Plätze draußen schnell, besonders am Wochenende, wenn die Gäste für die Margaritas kommen. Die Drinks lohnen sich: Palomas, Mojitos, solides Bier und Wein. Hier kann man ungestört mit einem Buch sitzen, mit Freunden Teller teilen oder ein entspanntes Date haben, ohne dass es jemandem auffällt.

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Die Karte ist riesig, fast schon zu umfangreich. Vegane und vegetarische Varianten von Tex-Mex-Klassikern gibt es en masse. Die Enchiladas – mit Spinat, Pilzen oder veganem „Hähnchen“ – kommen in erdigem Mole oder frischer Tomatillo-Sauce ertränkt. Der vegane Burger, eine Mischung aus Bohnen und Getreide, kann sich problemlos mit den Fleischvarianten der Nachbarrestaurants messen. Und der Guacamole? Frisch, stückig, mit genau der richtigen Schärfe.

Der Service ist freundlich, auch wenn es bei vollem Haus schon mal länger dauern kann – verständlich, denn vieles wird frisch zubereitet. Die Preise sind fair: Die meisten Hauptgerichte liegen zwischen 12 und 16 Euro, und die Mittagsangebote (bis 15 Uhr) sind ideal für Studierende oder Büromenschen.

Geöffnet ist täglich von 11 bis 23 Uhr, sonntags geschlossen. Freitags und samstags bleibt das Verde sogar bis Mitternacht auf – für ein rein pflanzliches Restaurant hier in der Gegend eher ungewöhnlich. Die Adresse lautet Kleiner Kuhberg 12, gleich den Hang hinunter hinter der Ecke. Eine Telefonnummer ist nicht angegeben, aber die Website findet man problemlos. Fast 650 Bewertungen, fast durchweg begeistert – auch wenn manche vegane Chorizo immer noch skeptisch beäugen. Für die meisten ist es schlicht ein Ort, an dem es gutes Essen gibt, ganz gleich, ob mit oder ohne Fleisch.