25 May 2026, 00:37

Kiels verstecktes Juwel: Ein Malerbetrieb ohne Schnickschnack an der Werftstraße

Kein Instagram, kein Schild, nur eine Fünf-Sterne-Bewertung. In Kiels Hafengebiet arbeitet ein Maler, der auf Werbung verzichtet – und trotzdem überzeugt.
Wer ihn findet, könnte genau das richtige Handwerk entdecken.

Kiels verstecktes Juwel: Ein Malerbetrieb ohne Schnickschnack an der Werftstraße

Herbert Schlaaks Malereibetrieb liegt an der Werftstraße in Kiel, genau dort, wo das industrielle Hafengebiet langsam etwas heruntergekommener wirkt. Es ist nicht der Ort, an den man einfach so gerät – zu nah an der Werft, zu weit entfernt von den touristischen Ecken des Hafens. Doch jemand war von der Arbeit so überzeugt, dass er eine einzige Fünf-Sterne-Bewertung hinterlassen hat – ein gutes Zeichen oder vielleicht auch nur ein Zufall.

Keine Website, kein Instagram, nicht einmal ein ordentliches Schild. Nur eine Werkstatt in einem Viertel, in dem Dinge hergestellt oder repariert, aber nicht beworben werden. Das sagt vielleicht schon einiges aus: Hier geht es nicht um große Aufträge oder prestigeträchtige Projekte. Vielleicht handelt es sich um private Aufträge, vielleicht um gewerbliche Arbeiten oder sogar um die robusten Anstriche, die Schiffe oder alte Fabrikwände brauchen. Die Lage lässt eher auf Letzteres schließen – solche Gebäude halten ohne den richtigen Schutzanstrich nicht lange stand.

Die Adresse selbst ist nicht schwer zu finden, wenn man die Gegend kennt. Werftstraße 2, dort wo die Straße am Wasser endet, umgeben von Lagerhallen und ein paar anderen kleinen Betrieben. Keine Telefonnummer, keine Öffnungszeiten. Man müsste wohl einfach anklopfen oder sich von jemandem empfehlen lassen, der schon einmal dort war. Die eine Bewertung verrät nicht viel, aber sie fällt auch nicht negativ aus.

Wer in Kiel einen Maler sucht – besonders für kleinere oder spezielle Arbeiten –, könnte hier fündig werden. Kein bürokratischer Aufwand, keine Aufpreise für einen „exklusiven“ Service. Die fehlende Online-Präsenz wird manche abschrecken, andere könnten darin aber ein gutes Zeichen sehen: ein Betrieb, der sich nicht verkaufen muss, weil die Arbeit für sich spricht. Am besten geht man einfach vorbei, wenn man in der Nähe ist, oder fragt an den Kais nach. Manchmal sind es gerade die Betriebe, die nicht werben, die am Ende wirklich liefern.

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