Kiels lebendiger Wochenmarkt: Wo regionale Produkte und Tradition aufeinandertreffen
Nina Walter
Kiels lebendiger Wochenmarkt: Wo regionale Produkte und Tradition aufeinandertreffen
Zweimal pro Woche füllt sich der Exerzierplatz mit Menschen und Ständen für den Hof-Steffen-Exer-Wochenmarkt – Kiels größten Wochenmarkt. Hier kommen Einheimische für frische Lebensmittel, regionale Produkte und diese besondere Mittwochs- oder Samstagsstimmung, die selbst einen ganz normalen Morgen zu etwas Besonderem macht.
Der Markt übernimmt den Platz mit fast 100 Ständen: saisonales Gemüse, frischer Fisch direkt aus dem Wasser, Fleisch von Höfen aus der Umgebung. Anders als die kleineren Märkte in der Stadt bietet dieser echte Vielfalt – Milchprodukte von lokalen Bauern, Käsesorten, die es im Supermarkt nicht gibt, sogar ein paar Nicht-Lebensmittelstände mit Blumen oder handgefertigten Dingen. Man geht vielleicht mit Äpfeln, einem Stück Räucherkäse und einem noch warmen Brotlaib nach Hause.
Viele der Händler kommen aus Schleswig-Holstein, sodass die Ware keine langen Wege zurücklegt, bis sie beim Kunden landet. Vor den Fleischern stehen immer Schlangen, ihre Theken beladen mit Fleischstücken, Würsten und Pökelspezialitäten. Auch die Fischhändler haben alle Hände voll zu tun – mit Nord- und Ostseefängen wie Hering, Makrele oder manchmal geräuchertem Aal.
Geöffnet ist mittwochs und samstags von 8 bis 13 Uhr, was sowohl für Frühaufsteher als auch für Gemütliche passt, die morgens Zeit lassen. Gegen 10 Uhr ist der Markt dann lebendig – Kunden stellen den Händlern Fragen, Nachbarn plaudern, Kinder starren auf Erdbeeren. Kein Touristen-Hotspot, einfach ein fester Bestandteil von Kiels Alltag. Stammkunden haben ihre Lieblingsstände, doch niemand lässt einen spüren, nicht dazuzugehören.
Wer hinwill: Der Markt findet auf dem Exerzierplatz statt, mitten in der Stadt. An vollen Tagen ist Parken mühsam, aber mit dem Fahrrad oder Bus ist er leicht zu erreichen. Keine schicke Website oder Instagram-Präsenz – einfach ein unkomplizierter Markt, der von Mundpropaganda und guter Ware lebt. Und in einer Stadt, in der frische, regionale Produkte nicht immer leicht zu finden sind, ist das mehr als genug.







