
Kielers Geheimtipp: Warum dieser kleine Gemüseladen alle begeistert
Uwe Kohrt, Obst und Gemüse drängt sich zwischen den alten Gebäuden des Kieler Alten Markts, nicht weit vom Wasser entfernt. Wer nicht gezielt danach sucht, übersieht den kleinen Laden in der Nummer 19 leicht – kein grelles Schild, keine aufwendigen Schaufenster. Doch Einheimische wissen: Hier gibt es anständiges Obst und Gemüse, ohne sich durch Supermarktgedränge kämpfen zu müssen.
Der Laden selbst ist unscheinbar, winzig im Vergleich zu den meisten Geschäften in der Innenstadt. Und doch ist er immer gut gefüllt. Mal liegen Äpfel aus dem Norden aus, dann wieder Orangen oder ein spontaner Berg Kräuter direkt am Eingang. Das Angebot wechselt, deshalb schauen Stammkunden einfach vorbei, um zu sehen, was es Neues gibt. Nicht selten bin ich mit einer Tüte voller Dinge rausgegangen, die ich gar nicht brauchte – einfach, weil sie zu verlockend aussahen.
Die Kunden scheinen zufrieden. Online gibt es 4,4 Sterne aus 16 Bewertungen – nicht schlecht für einen Laden, der keine Werbung macht. Niemand schwärmt von schicker Verpackung oder Bio-Siegeln. Es ist einfach ein solider Ort für Bananen, Kartoffeln, Tomaten – alles, was man braucht, ohne den üblichen Supermarktstress.
Die Öffnungszeiten sind selbst für Stammgäste ein kleines Rätsel. Kein Schild, keine Website, nichts. Nur eine Telefonnummer (0431 9734990), falls man nachfragen will. Meistens hat der Laden geöffnet, wenn auch die anderen Geschäfte in der Altstadt ihren Betrieb aufnehmen, und schließt am späten Nachmittag. Doch wer zur falschen Zeit kommt, findet die Rollläden heruntergelassen.
Hier wird nicht nach Touristen gefischt. Vor allem Kieler schauen vorbei – um schnell etwas fürs Abendessen zu besorgen oder eine kleine Mahlzeit für die Pause. Keine Tricks, kein Schnickschnack. Nur frische Ware, faire Preise und die Bequemlichkeit eines Ladens, der tatsächlich im Viertel liegt.







