10 May 2026, 16:29

Kersig Immobilien: Der stille Riese der norddeutschen Wohnungswirtschaft seit 1958

Keine Werbung, keine Luxusprojekte – und doch einer der größten Vermieter Norddeutschlands. Wie ein Familienbetrieb seit Generationen Beständigkeit beweist.
  Mieter loben den Notdienst, Vermieter die Entlastung. Doch was macht Kersig anders?

Kersig Immobilien: Der stille Riese der norddeutschen Wohnungswirtschaft seit 1958

Kersig Immobilien hat seinen Sitz in der Annenstraße in Kiel, nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt. Das Unternehmen existiert seit 1958, gegründet von Dr. Hans Kersig, und wird heute in vierter Generation geführt. Noch immer ist es ein Familienbetrieb – doch die Zahlen sind beeindruckend: Zwischen 3.200 und 4.000 Mietwohnungen verwalten sie, nicht nur in Kiel, sondern in ganz Norddeutschland. Dazu kommen über 200 Gewerbeimmobilien. Auffällig ist allerdings, dass man sie nicht überall wahrnimmt. Im Gegensatz zu großen Immobilienkonzernen wirbt Kersig kaum.

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Ihre Objekte sind über die Region verteilt – in Hamburg, Wedel, Pinneberg, Lüneburg, aber auch in kleineren Städten wie Eckernförde oder Schleswig. Luxuswohnungen oder High-End-Büros sucht man hier vergeblich. Stattdessen ein Mix: ältere Nachkriegsbauten, schlichte Wohnblocks, einige moderne Büroflächen. Vermieter nutzen den Service für die Verwaltung, Mieter wenden sich bei Reparaturen oder Mietfragen an das Unternehmen. Die Bewertungen fallen gemischt aus, im Schnitt bei etwa 3,3 von 5 Sternen. Manche loben die schnelle Hilfe in Notfällen – eine 24/7-Hotline gibt es – andere klagen über die typischen Probleme, die bei der Verwaltung tausender Wohnungen auftreten.

Eine Besonderheit: die Öffnungszeiten. Während die meisten Hausverwaltungen klassische Geschäftszeiten haben, bietet Kersig auch Nachtschichten unter der Woche und durchgehende Wochenendbereitschaft an. Wahrscheinlich wegen des Notdienstes – weniger, weil um 3 Uhr morgens Kundenempfänge stattfinden. Wer vorbeischauen möchte, sollte trotzdem vorher anrufen. Das Büro in der Annenstraße liegt zwar zentral, ist aber kein Ladengeschäft, in das man einfach hineinspaziert.

Seit Jahrzehnten übersteht das Unternehmen wirtschaftliche Hochs und Tiefs. Kein Glanz, keine Trendjagd, doch es ist fester Bestandteil der regionalen Wohnungswirtschaft. Vermieter lagern hier die Verwaltung aus, ohne sich um den Alltag kümmern zu müssen. Mieter rufen vielleicht um 2 Uhr nachts wegen eines geplatzten Rohrs an. Egal aus welcher Perspektive – der Name fällt. In einer Branche, in der Firmen kommen und gehen, sagt eine solche Beständigkeit etwas aus.

Kontaktdaten gibt es auf der Website. Das Kieler Büro ist für Besuche offen, doch wie bei vielen traditionellen Unternehmen führt oft der Griff zum Hörer schneller zum Ziel als das Ausfüllen eines Online-Formulars.