19 February 2026, 22:13

Kemptens Politiker als Karikaturen: Satire entlarvt Wahlkampf-Eitelkeiten

Eine Karikatur eines Mannes in einem Kilt und einer Frau in einem Kleid, die vor einer Menge stehen; im Hintergrund ist ein Gebäude und Wolken zu sehen; unten steht der Text "Niedrige Komiker amüsieren die weisen Männer des Ostens".

Kemptens Politiker als Karikaturen: Satire entlarvt Wahlkampf-Eitelkeiten

Satirische Bühnenparodie nimmt Kemptens Politikerszene auf die Schippe

Ein aktueller satirischer Sketch hat die politische Szene Kemptens auf die Schippe genommen – insbesondere die Kandidaten, die um die Nachfolge von Oberbürgermeisterin Indra Baier-Müller buhlen. Die Aufführung karikierte lokale Bewerber und Parteipositionen, darunter die Unterstützung der Freien Demokratischen Partei (FDP) für eine dritte Amtszeit der Amtsinhaberin. Figuren wie "DonQuiSchoche" und "Frau Holle" trieben die vermeintlichen Schwächen der Anwärter in einer spielerisch-bissigen Kritik auf die Spitze.

Der Sketch begann mit "DonQuiSchoche", der gegen die "mächtigen Mühlen der CSU" kämpfte – eine Anspielung auf die dominierende Rolle der Partei in der Regionalpolitik. Katharina Schrader wurde als tollpatschige Frau Holle dargestellt, die Herzen über die Stadt verstreute und damit ihren Wahlkampfstil persiflierte. Dominik Tartler wurde mit den Worten "zu jung, eher ein junger Spund als ein Oberbürgermeister" abgetan und seine Erfahrung für das Amt infrage gestellt.

Der Arzt Spitzer gab einen Hausarzt, der scherzhaft behauptete, auf körperliche Untersuchungen zu verzichten, und würzte dies mit der Bemerkung, er würde "Durchfall schon mal nicht persönlich in der Praxis diagnostizieren". Zudem nahm er Kemptens Parkregeln aufs Korn und zog unter Applaus demonstrativ eine Socke aus. Unterdessen warnte "Hexe Mechthild" mit den Worten "Ein Mandat ist kein Souvenir" vor Kandidaten, die das Amt wie eine Trophäe behandeln.

Franz-Josef Natterer-Babych wurde als eitel dargestellt, der sich ständig im Spiegel bewunderte – ein weiterer Verweis auf das im Sketch zentrale Thema der politischen Selbstüberschätzung. Die Zuschauer blieben zurück mit der Frage, ob "Rechenmeister" Eigstler oder "Hai" Wilhelm Baier-Müller, die als "Hausdrache" bezeichnet wurde, tatsächlich ersetzen könnten. Die FDP-Unterstützung für ihre dritte Amtszeit wurde als ideenlos dargestellt, während die Alternativen als wenig überzeugend verulkt wurden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Humor des Sketches lebte von überzeichneten Charakterzügen, doch die Ziele waren klar: lokaler Ehrgeiz, Parteitreue und die Herausforderungen des Generationenwechsels in Kemptens Führungsetage.

Die satirische Darstellung spiegelte die Eigenheiten und Kontroversen des Kemptener Oberbürgermeister-Wahlkampfs wider – ohne sich für einen Kandidaten auszusprechen. Indem sie die Politiker zu Karikaturen stilisierte, unterstrich sie die öffentliche Skepsis gegenüber ihrer Eignung für das Amt. Besonders die Haltung der FDP zu Baier-Müllers Wiederwahl wurde als wenig innovativ herausgestellt.