08 February 2026, 20:04

Karneval 2024: Strengere Alkoholregeln und Kostümverbote für Autofahrer und Radfahrer

Eine Gruppe von Menschen in Helmen fährt nachts mit Fahrrädern eine Stadtstraße hinunter, beleuchtet von den Stadtlichtern.

Karneval 2024: Strengere Alkoholregeln und Kostümverbote für Autofahrer und Radfahrer

Karnevalszeit bringt bunte Feiern – doch deutsche Behörden warnen Verkehrsteilnehmer zur Vorsicht

Während der Karnevalstage gelten verschärfte Alkoholgrenzen und strenge Regeln für Verkleidungen – und zwar für Autofahrer, Radfahrer und E-Bike-Nutzer gleichermaßen. Wer gegen die Vorschriften verstößt, riskiert Bußgelder, Führerscheinentzug oder sogar strafrechtliche Konsequenzen.

Wer im Kostüm am Steuer sitzt, muss sicherstellen, dass Sicht, Gehör und Bewegungsfreiheit nicht beeinträchtigt werden. Das Gesicht muss vollständig erkennbar bleiben, und übergroße Kleidung oder Schuhe können ein Bußgeld von 60 Euro nach sich ziehen. Kommt es wegen unpraktischer Verkleidung zu einem Unfall, können Versicherungen die Übernahme der Schäden verweigern.

Die Strafen für Alkohol am Steuer bleiben unverändert streng – in den letzten fünf Jahren gab es keine Lockerungen. Ab 0,5 Promille drohen mindestens 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot. Schon ab 0,3 Promille können bei einem Unfall strafrechtliche Folgen drohen, kombiniert mit einem Mindestentzug des Führerscheins für sechs Monate. Wiederholungstäter müssen mit Geldstrafen von bis zu 1.500 Euro und sechsmonatigen Fahrverboten rechnen.

Für Fahranfänger in der Probezeit und unter 21-Jährige gilt absolute Nulltoleranz – jeder Alkoholkonsum am Steuer ist verboten. Radfahrer ab 1,6 Promille müssen ebenfalls mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Für schnelle Pedelecs (E-Bikes bis 45 km/h) gelten die Regeln für Mofas, also die 0,5-Promille-Grenze. Die Behörden weisen darauf hin, dass auch Restalkohol vom Vorabend gefährlich sein kann – selbst für Fußgänger oder Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel.

Die Polizei warnt davor, sich im Karnevalstrubel eine "Narrenfreiheit" hinterm Steuer herauszunehmen. Die Kontrollen werden konsequent durchgeführt, und für Verkehrssünder gibt es keine Nachsicht – selbst nicht während der Feiertage.

Ziel der Regeln ist es, Unfälle in der närrischen Zeit zu verhindern. Autofahrer, Radfahrer und E-Bike-Nutzer müssen sich an die Alkoholgrenzen und Kostümvorschriften halten. Wer dagegen verstößt, muss mit Bußgeldern, Führerscheinentzug oder juristischen Konsequenzen rechnen.

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