Kai Wegners Zukunft als Berlins Bürgermeister hängt an 100 entscheidenden Tagen
Lara BraunKai Wegners Zukunft als Berlins Bürgermeister hängt an 100 entscheidenden Tagen
Berlins Abgeordnetenhauswahl findet am 20. September statt – und entscheidet, ob Kai Wegner regierender Bürgermeister bleibt. Seine Amtszeit könnte genau in 100 Tagen enden, am Wahlabend selbst.
Wegner übernahm das Amt nach der Wahl 2023, als seine CDU mit 28,2 Prozent der Stimmen vor der SPD (18,4 Prozent) landete. Sein überraschender Sieg gelang am 12. Februar 2023.
Die CDU hat ihn kürzlich erneut als Spitzenkandidaten bestätigt – ein alternativer Bewerber mit realistischen Chancen trat nicht an. Doch seine Wiederwahlprognosen stehen diesmal schlechter als 2023.
Kritik gibt es an Wegners Umgang mit einem Stromausfall, winterlichen Glättegefahren, einem Subventionsskandal sowie der überstürzten Ernennung eines Staatssekretärs für Digitalisierung. Gleichzeitig verweist er darauf, dass Umfragewerte sich ändern können – wie vor seinem unerwarteten Sieg im vergangenen Jahr.
Selbst wenn die CDU nach der Wahl nicht an einer neuen Koalition beteiligt wäre, bliebe Wegner vorerst im Amt. Er würde die Geschäfte kommissarisch führen, bis ein Nachfolger gewählt ist – voraussichtlich bis Dezember.
Die 100-Tage-Frist bedeutet nicht zwangsläufig sein sofortiges Ende. Ob Wegner geht, hängt vom Wahlergebnis und der Regierungsbildung ab. Bisher wird seine kurze Amtszeit kaum als prägende Ära in Erinnerung bleiben.







