18 April 2026, 20:05

Kai Wegner entschuldigt sich für Krisenmanagement beim Berliner Stromausfall

Alte Zeitung mit der Überschrift "Berliner Wespen" vom Juli 1873, die eine Karikatur eines besorgten Mannes mit Zylinder und einer Frau in einem Kleid zeigt.

Kai Wegner entschuldigt sich für Krisenmanagement beim Berliner Stromausfall

Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner hat sich für sein Krisenmanagement während des großflächigen Stromausfalls Anfang Januar entschuldigt. Der mehrtägige Blackout konnte zwar früher als erwartet behoben werden, doch Wegner räumte in einer Rede vor dem Abgeordnetenhaus Versäumnisse in seiner Reaktion ein.

Der Stromausfall traf die Stadt unerwartet und ließ tausende Haushalte ohne Elektrizität zurück. Wegner, der den Großteil des Tages von zu Hause aus agierte, koordinierte sich mit Rettungskräften, Regierungsvertretern und Energieversorgern, um die Lage in den Griff zu bekommen. Trotz anfänglicher Befürchtungen, der Ausfall könnte sich länger hinziehen, war die Stromversorgung bereits eineinhalb Tage vor dem prognostizierten Zeitpunkt wiederhergestellt.

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Die Krise begann in den frühen Morgenstunden. Um 8:07 Uhr erreichte Wegner, der gerade zu Hause frühstückte, eine Dringlichkeitsmeldung des Innensenators. Den Rest des Tages verbrachte er dort – mit Ausnahme einer kurzen Stunde für Sport.

Gegen Vormittag meldete sich um 11 Uhr die Wirtschaftssenatorin bei ihm. Ein weiteres Gespräch folgte um 12:45 Uhr, nachdem sie um 12:07 Uhr in einem Lagebericht bestätigt hatte, dass der Zeitplan für die Stromwiederherstellung weiterhin unklar blieb. Unterdessen veröffentlichte Stromnetz Berlin gegen 14:30 Uhr eine Stellungnahme, in der vor einem möglichen Andauern des Blackouts bis Donnerstag gewarnt wurde.

Im Laufe des Tages arbeitete Wegner eng mit Senatoren, Bezirksvertretern, Hilfsorganisationen, Stromnetz Berlin, der Polizei, der Feuerwehr und der Bundeswehr zusammen. Durch die gemeinschaftlichen Anstrengungen konnte die Stromversorgung schneller als zunächst angenommen wiederhergestellt werden.

Später unterbrach Wegner seine Teilnahme an der Ost-Ministerpräsidentenkonferenz, um sich im Berliner Abgeordnetenhaus zu äußern. Dort gestand er Fehler in seinem Krisenmanagement ein und entschuldigte sich offiziell bei den Abgeordneten.

Der Stromausfall legte das öffentliche Leben in Berlin über Tage lahm. Dank der abgestimmten Maßnahmen von Stadtverwaltung und Einsatzkräften wurde die Versorgung jedoch deutlich früher als im schlimmsten Fall befürchtet wiederhergestellt. Wegners Entschuldigung im Parlament markierte die erste offizielle Reaktion auf die Kritik an seiner Führung während des Vorfalls.

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