27 January 2026, 20:04

K 2025: Revolutionäre Materialien machen Autoinnenräume nachhaltiger und stylischer

Das Innenleben eines Autos mit geöffneter Tür, das luxuriöse Ledersitze, Lenkrad und Räder zeigt, mit Gebäuden und Bäumen im Hintergrund.

K 2025: Revolutionäre Materialien machen Autoinnenräume nachhaltiger und stylischer

Die neuesten Innovationen bei Materialien für Autoinnenräume standen im Mittelpunkt der K 2025, mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit und fortschrittliches Design. Hersteller präsentierten neue Technologien, die die Recyclingfähigkeit verbessern, das Gewicht reduzieren und auffällige visuelle Effekte ermöglichen. Zu den Highlights zählten recycelbare Polymere, Naturfaser-Verbundstoffe sowie ultradünne, metallisch wirkende Beschichtungen für Bedienelemente.

Asahi Kasei stellte zwei neue Materialien vor, die sowohl die Funktionalität als auch die Nachhaltigkeit steigern sollen. Ihr thermoplastisches Styrol-Blockcopolymer (SEBS) verleiht Innenflächen eine angenehme, weiche Haptik und erhöht durch stärkere chemische Bindungen zwischen den Schichten die Recyclingfähigkeit. Zudem präsentierte das Unternehmen AZP, ein optisches Polymer mit nahezu keiner Doppelbrechung, das sich ideal für transparente Anwendungen wie Head-up-Displays oder AR/VR-Brillen eignet.

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Ein gemeinsames Projekt von Wittmann, Frimo, Kurz und Polyvlies zeigte eine serienreife Innenverkleidung aus langfaserverstärktem NFPP (Naturfaser-Polypropylen). Dieser Verbundwerkstoff kombiniert Naturfasern mit Polypropylen und ergibt ein leichtes, dennoch stabiles Material, das zudem Schall- und Wärmedämmung bietet. Die sichtbaren Naturfasern verleihen dem Material eine markante Optik bei gleichbleibender Haltbarkeit. Kurz demonstrierte seine Technologie für "Deep Black Surfaces", die plastikbasierten Komponenten eine nicht reflektierende, hochkontrastreiche Schwarz-Oberfläche verleiht. Das Verfahren verbessert die Recyclingfähigkeit und reduziert im Vergleich zu herkömmlichen Beschichtungen den CO₂-Ausstoß. KH hingegen präsentierte ultradünne PVD-Indium-Beschichtungen mit einer Stärke von nur 1 bis 2 Mikrometern, die auf Folien für die Bedienelemente des BMW iX aufgebracht werden. Sie ermöglichen kapazitive Touch-Bedienung mit einem metallischen Tiefeffekt. Pöppelmann steuerte einen Mittelkonsole-Träger aus 55 Prozent Post-Consumer-Rezyklat bei, das aus der deutschen Gelben-Tonne-Abfallsammlung stammt. Das Bauteil wurde im MuCell-Schaumgussverfahren gefertigt, das den Materialeinsatz verringert, ohne die Stabilität zu beeinträchtigen.

Die Branchentrends auf der Messe betonten zudem nachwachsende Rohstoffe, recycelte Materialanteile, Leichtbauweise und integrierte Beleuchtungslösungen.

Die Innovationen der K 2025 spiegeln einen Wandel hin zu nachhaltigeren und optisch anspruchsvolleren Autoinnenräumen wider. Materialien wie NFPP, recycelbare Polymere und ultradünne Beschichtungen gehen nun in die Serienproduktion und bieten Automobilherstellern leichtere, umweltfreundlichere und individuellere Gestaltungsmöglichkeiten. Diese Entwicklungen entsprechen den übergeordneten Zielen der Branche, Emissionen zu senken und die Materialeffizienz zu steigern.