ifo-Chef Fuest warnt vor Deutschlands wirtschaftlichem Absturz – "Crashkurs" der Regierung
Nina Walterifo-Chef Fuest warnt vor Deutschlands wirtschaftlichem Absturz – "Crashkurs" der Regierung
Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, hat drastische Warnungen zur wirtschaftlichen Zukunft Deutschlands ausgesprochen. Ein Jahr nach Amtsantritt von Bundeskanzler Friedrich Merz sei die versprochene Wachstumsstrategie gescheitert, so seine Einschätzung. Seine Äußerungen fallen mit neuen Daten zusammen, die zeigen, dass die Wirtschaftsleistung des Landes weiterhin auf dem Niveau von 2019 verharrt – sieben Jahre ohne Fortschritt.
Fuest kritisierte die Haushaltspolitik der Regierung scharf und bezeichnete den aktuellen Kurs als „Crashkurs“. Einen leichten Anstieg des ifo Geschäftsklimaindex wertete er als trügerisch und betonte, Deutschland stecke nach wie vor in einer tiefen Wirtschaftskrise fest.
Seine Bedenken decken sich mit einem kürzlich veröffentlichten Bericht des britischen Thinktanks Centre for European Reform, der Deutschland als „Epizentrum des zweiten China-Schocks“ bezeichnet. Fuest warnte, das Land könnte – ähnlich wie Italien – diese Krise niemals vollständig überwinden. Er forderte umgehende Reformen und bezeichnete den kommenden Sommer als möglicherweise letzte Chance für wirksame Maßnahmen.
Zur möglichen Produktion chinesisch entwickelter Elektroautos durch Volkswagen in Deutschland bezog Fuest eine pragmatische Position. Statt ausländische Investitionen abzulehnen, solle das Land jede verbleibende industrielle Aktivität willkommen heißen, so sein Argument.
Fuests Warnungen unterstreichen eine anhaltende Phase der Stagnation und finanzieller Risiken. Da die Wirtschaftsleistung seit 2019 unverändert bleibt, spiegelt sein Aufruf zu dringenden Reformen den wachsenden Druck auf die Regierung wider. Die kommenden Monate könnten entscheiden, ob Deutschland einen dauerhaften Niedergang abwenden kann.







