23 March 2026, 02:05

Historischer Machtwechsel: Freie Wähler erobern Landratsamt in Miesbach

Ein gerahmtes Bild der Wahlkreise Bayerns, das deutsche und österreichische Provinzen zeigt.

Historischer Machtwechsel: Freie Wähler erobern Landratsamt in Miesbach

Im Landkreis Miesbach in Oberbayern wurde nach Jahrzehnten erstmals ein neuer Landrat gewählt. Jens Zangenfeind von den Freien Wählern (FWG) setzte sich in der Stichwahl deutlich durch und beendete damit die langjährige Vorherrschaft der CSU. Sein Sieg markiert einen bedeutenden Wandel in der lokalen Führung nach Jahren konservativer Dominanz.

Die Wahl folgte auf die Entscheidung des Amtsinhabers Olaf von Löwis (CSU), nicht erneut zu kandidieren. Sieben Bewerber hatten sich zunächst um seine Nachfolge beworben. In der finalen Stichwahl trat Zangenfeind gegen Franz Schnitzenbaumer an, den CSU-Kandidaten und ehemaligen Bürgermeister von Schliersee.

Zangenfeind errang einen Erdrutschsieg mit 78 Prozent der Stimmen, während Schnitzenbaumer lediglich 22 Prozent erhielt. Das Ergebnis beendet die ununterbrochene CSU-Führung im Landkreis Miesbach, die 2014 mit der Wiederwahl von Wolfgang Rzehak begonnen hatte. Rzehak, damals Mitglied der Grünen, hatte in der Stichwahl 60,5 Prozent erreicht, bevor von Löwis 2020 mit 54,2 Prozent das Amt übernahm.

Vor dieser Wahl hatte die CSU trotz leichter Zugewinne der Grünen und Freien Wähler bei Kreistagsmandaten eine feste Kontrolle über den Landkreis behalten. Zangenfeind selbst war zuvor Bürgermeister von Hausham und bringt damit Erfahrung aus der Kommunalpolitik in seine neue Rolle ein.

Das Wahlergebnis bestätigt Zangenfeind als neuen Landrat von Miesbach. Die überwältigende Unterstützung zeigt einen klaren Bruch mit der langjährigen CSU-Herrschaft. Der Wandel spiegelt sich verändernde Wählerpräferenzen in einer Region wider, die einst als konservative Hochburg galt.

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