Hausärzte fordern Zuckersteuer für gesündere Ernährung und Prävention
Lara BraunHausärzte fordern Zuckersteuer für gesündere Ernährung und Prävention
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat Pläne für eine bundesweite Zuckersteuer in Deutschland vorgestellt. Der CDU-Politiker will den Vorschlag über eine Initiative des Bundesrates Anfang 2026 vorantreiben. Ein offizieller Antrag soll zudem auf dem CDU-Bundesparteitag im kommenden Februar eingebracht werden.
Günthers Ankündigung folgt Forderungen von Gesundheitsexperten, den Zuckerkonsum einzudämmen. Nicola Buhlinger-Göpfarth, Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, unterstützt die Idee. Sie argumentiert, eine solche Steuer würde Verbraucher dazu anregen, weniger Zucker zu kaufen, und Hersteller motivieren, den Zuckergehalt in ihren Produkten zu reduzieren.
Buhlinger-Göpfarth schlägt zudem vor, die Steuereinnahmen für das Gesundheitssystem zu nutzen – insbesondere für präventive Maßnahmen. Ihr Vorschlag orientiert sich an bereits bestehenden Modellen in anderen Ländern. Staaten wie Großbritannien und Spanien haben ähnliche Zuckersteuern eingeführt und berichten von positiven Effekten. Die von der CDU geführte Initiative zielt darauf ab, den Plan bis zum ersten Quartal 2026 formal zu verankern. Bei Erfolg könnte die Steuer die Preispolitik für Lebensmittel und die Gesundheitsstrategien in ganz Deutschland verändern.
Die geplante Zuckerabgabe würde einen deutlichen Wandel in Deutschlands Umgang mit Ernährung und Gesundheit bedeuten. Die Einnahmen könnten Präventionsprogramme im medizinischen Bereich finanzieren, während Hersteller möglicherweise ihre Rezepte anpassen, um den Zuckeranteil zu senken. Die endgültige Entscheidung hängt von der bundesweiten Zustimmung im kommenden Jahr ab.
