16 April 2026, 10:05

Handwerk im Kreis Steinfurt kämpft mit Energiekosten und Schwarzarbeit – doch es gibt Hoffnung

Offenes Buch mit dem Titel "Mechanic Institution, for the Advantage of Masters, Journeymen, and Apprenticeships", wahrscheinlich ein Vorschlag für die Gründung einer solchen Institution.

Handwerk im Kreis Steinfurt kämpft mit Energiekosten und Schwarzarbeit – doch es gibt Hoffnung

Landrat Dr. Martin Sommer hat kürzlich Vertreter der Innungen zum jährlichen Austausch in die Kreisverwaltung Steinfurt eingeladen. Bei dem Treffen kamen lokale Handwerksführer zusammen, um über drängende Herausforderungen und neue Chancen in der Branche zu diskutieren.

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Im Mittelpunkt der Gespräche standen mehrere zentrale Themen, mit denen das Handwerk im Kreis Steinfurt konfrontiert ist. Steigende Energiekosten, angetrieben durch die Spannungen im Iran, belasten viele Betriebe finanziell. Lieferkettenstörungen und zögerliche Investitionsentscheidungen verschärfen die Situation zusätzlich.

Die Teilnehmer befassten sich zudem mit den neuen Vergaberegeln für öffentliche Aufträge, die Bürokratie abbauen und mehr Flexibilität schaffen sollen. Diese Änderungen könnten lokalen Handwerksbetrieben neue Möglichkeiten eröffnen, an Ausschreibungen teilzunehmen. Ein weiteres wichtiges Thema war die Bekämpfung der Schwarzarbeit, die den fairen Wettbewerb untergräbt und das Sozialsystem belastet.

Besonders betont wurde die Bedeutung der dualen Berufsausbildung, die entscheidend ist, um Nachwuchskräfte zu gewinnen und die Betriebsnachfolge zu sichern. Die Vertreter hoben hervor, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit zwischen den Innungen und der Kreisverwaltung bleibt.

Zum Abschluss der Gespräche bekräftigten beide Seiten ihr Bekenntnis zu einem vertrauensvollen und kooperativen Miteinander. Die Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf und der Kreis Steinfurt vereinbarten, auch künftig eng zusammenzuarbeiten.

Das Treffen widmete sich akuten Problemen wie den Energiekosten und illegaler Beschäftigung, lotete aber auch Wege aus, um das lokale Handwerk zu stärken. Die überarbeiteten Vergaberichtlinien und die fortgesetzte Partnerschaft zwischen Innungen und Kreisverwaltung sollen ein stabileres und wettbewerbsfähigeres Umfeld für die Unternehmen in der Region schaffen.

Quelle