07 April 2026, 10:05

Grüne fordern rasche Reform der Krankenkassen – sonst drohen 25 Prozent Beiträge

Plakat mit dem Text "Beende den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Mache niedrigere Gesundheitskosten permanent und schließe die Lücke in der Versorgung für amerikanische Familien."

Grüne fordern rasche Reform der Krankenkassen – sonst drohen 25 Prozent Beiträge

Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen, hat die Bundesregierung aufgefordert, die Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung zu beschleunigen. Ohne schnelles Handeln drohten die Beitragssätze bis zum Ende dieser Legislaturperiode auf 25 Prozent zu steigen, warnte er. Schon ab Januar nächsten Jahres könnte eine Finanzierungslücke von 15 Millionen Euro die Kosten in die Höhe treiben.

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Dahmen betonte, die Ampelkoalition müsse jetzt handeln statt weiter zu zögern. Im Gespräch mit RTL und ntv kritisierte er, dass ein ganzes Jahr in Kommissionen mit leeren Diskussionen vergangen sei – nun brauche es konkrete Taten statt endloser Debatten. Noch vor der Sommerpause müssten Gesetzesentwürfe vorliegen, um einen starken Anstieg der Beiträge zu verhindern.

Der Schätzungsausschuss, der die Beitragssätze für 2025 festlegt, könnte bereits im Oktober tagen. Dahmen drängte die Minister, selbst die Osterpause nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, und forderte, Reformvorschläge umgehend auf den Tisch zu legen. Ein Nichthandeln würde nicht nur die Beschäftigten belasten, sondern auch die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands schwächen.

Sollte es nicht gelingen, die Finanzierungslücke zu schließen, könnten die Beitragssätze bereits in wenigen Monaten deutlich steigen. Dahmen machte klar: Nur umfassende Reformen und ein zügiger Koalitionskompromiss könnten dies noch abwenden.

Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Druck auf die Regierung wächst, steigende Kosten für Arbeitnehmer und Unternehmen zu verhindern. Findet sich keine Lösung, treten höhere Versicherungsbeiträge ab Januar in Kraft. Für die Abgeordneten tickt die Uhr – vor der Sommerpause müssen die Änderungen beschlossen sein.

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