Gift-Schlamm in Brüchau: Warum Sachsen-Anhalt jetzt über Altlasten-Reformen streitet
Finn FuchsGiftsludge Pit Br"uchau: Linke fordert rechtliche Änderung - Gift-Schlamm in Brüchau: Warum Sachsen-Anhalt jetzt über Altlasten-Reformen streitet
Ein Gift-Schlamm-Depot in Brüchau, Sachsen-Anhalt, hat Forderungen nach einer Reform der gesetzlichen Regelungen für den Umgang mit belasteten Altstandorten ausgelöst. Die Linke im Landtag drängt auf Änderungen, nachdem die Behörden statt einer vollständigen Auskofferung lediglich eine Vor-Ort-Einkapselung des Schlamms genehmigt hatten. Kritiker werfen den aktuellen Vorschriften vor, sie verhinderten bessere Lösungen und belasteten die Steuerzahler langfristig mit hohen Kosten.
Im Mittelpunkt des Streits steht eine Deponie in der Nähe von Kalbe im Altmarkkreis Salzwedel. 2020 hatte der Landtag einen Beschluss gefasst, der die vollständige Auskofferung und externen Entsorgung des gefährlichen Abfalls forderte. Dennoch erlaubte das Landesbergamt später, dass der Gift-Schlamm vor Ort verbleibt und lediglich eingekapselt wird.
Die Entscheidung, den Müll vor Ort zu belassen, bedeutet für Sachsen-Anhalt Millionenkosten für Bau und laufende Überwachung. Mit ihrer Reforminitiative will Die Linke sicherstellen, dass künftig belastete Standorte gründlicher geprüft werden. Ohne Änderungen könnten ähnliche Fälle die Steuerzahler noch über Jahrzehnte mit hohen Folgekosten belasten.
