01 May 2026, 14:10

Gehaltskluft explodiert: Topmanager verdienen 500-mal mehr als Arbeitnehmer

Eine Liniendiagramm, das den Anteil des Einkommens zeigt, der von den Top 1 Prozent von 1975 bis 2015 verdient wurde, mit verschiedenen farbigen Linien, die unterschiedliche Datenserien darstellen.

Gehaltskluft explodiert: Topmanager verdienen 500-mal mehr als Arbeitnehmer

Die weltweite Ungleichheit hat sich weiter verschärft: Während Führungskräfte in Unternehmen deutliche Gehaltssteigerungen erhalten, kämpfen Arbeitnehmer mit stagnierenden Löhnen. Ein neuer Bericht unterstreicht die wachsende Kluft, da das durchschnittliche Einkommen der meisten Beschäftigten weiterhin deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie liegt. Gleichzeitig verschärfen Warnungen vor steigender Armut die Dringlichkeit von Reformforderungen.

Die 1.500 bestbezahlten Topmanager verdienten im vergangenen Jahr im Schnitt 8,4 Millionen US-Dollar. Ihre Bezüge stiegen im Vergleich zu 2024 um 11 Prozent und seit 2019 sogar um 54 Prozent. Dieser starke Anstieg steht in krassem Gegensatz zur Situation gewöhnlicher Arbeitnehmer.

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Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer weltweit verdiente 2025 lediglich 17.156 US-Dollar – ein minimaler Anstieg von 0,5 Prozent gegenüber 2024, aber immer noch 12 Prozent weniger als 2019. Auch die Fortschritte bei der Bekämpfung der Arbeitsarmut haben sich verlangsamt: Die jährliche Verbesserungsrate sank von 7 Prozent vor 2020 auf nur noch 3 Prozent seither.

Die Organisation Oxfam fordert die Regierungen zum Handeln auf. Sie empfiehlt, klare, zeitlich begrenzte Pläne mit messbaren Zielen und regelmäßigen Fortschrittskontrollen zur Verringerung der Ungleichheit zu beschließen. Die Hilfsorganisation schlägt zudem höhere Steuern für Superreiche sowie strengere Regeln für Lobbyismus und politische Spenden vermögender Einzelpersonen vor.

Die Krise am Golf droht, noch mehr Menschen in die Armut zu treiben. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) schätzt, dass 32 Millionen Menschen unter die Armutsgrenze rutschen könnten, falls sich der Iran-Konflikt weiter zuspitzt.

Die Schere zwischen Spitzenverdienern und der übrigen Belegschaft geht weiter auseinander. Angesichts stagnierender Löhne und wachsender Armutsrisiken wächst der Druck auf politische Maßnahmen, die die Ungleichheit bekämpfen. Oxfams Vorschläge umfassen Steuerreformen und eine strengere Kontrolle des politischen Einflusses von Wohlhabenden.

Quelle