Gabriele Stötzers kraftvolle Kunst im Gropius Bau: Widerstand und Wollfiguren
Finn FuchsGabriele Stötzers kraftvolle Kunst im Gropius Bau: Widerstand und Wollfiguren
Gropius Bau in Berlin zeigt große Einzelausstellung der Künstlerin Gabriele Stötzer
Unter dem Titel „Gabriele Stötzer: Dabeisein und nicht schweigen“ präsentiert das Berliner Gropius Bau rund 150 Werke der Künstlerin. Die Schau, die noch bis zum 6. Dezember zu sehen ist, umfasst Videos, Fotografien, Modestücke und große Wollfiguren von Frauen.
Die heute 73-jährige Stötzer wuchs in der DDR auf, wo sie als Fotografin, Weberin und feministische Aktivistin arbeitete. Sie saß auch Haftstrafen ab. Ihr künstlerisches Schaffen spiegelt oft ihre Erlebnisse und ihren Widerstand dagegen wider, allein auf das Label „DDR-Künstlerin“ reduziert zu werden. Einige ihrer Wollfiguren lassen sich von den Frauen der Ukraine inspirieren.
Im August wird Stötzer eine Performance auf dem Dach des Gropius Bau aufführen. Im Oktober erhält sie zudem den renommierten Kaiser-Ring der Stadt Goslar, dessen frühere Preisträger unter anderem Henry Moore, Gerhard Richter und Joseph Beuys sind.
Die Ausstellung bietet einen Einblick in Stötzers vielseitiges und kraftvolles Werk. Ihre anstehende Performance und die Auszeichnung unterstreichen ihren anhaltenden Einfluss in der Kunstwelt. Die Schau bleibt bis Anfang Dezember für die Öffentlichkeit zugänglich.






