Erste Neufertigung bei FSG nach Insolvenz - FSG startet Neubau einer schwimmenden Forschungsplattform für das DLR
Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) beginnt mit dem Bau einer 48 Meter langen schwimmenden Forschungsplattform für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Dies ist das erste Neubauprojekt der Werft seit ihrer Übernahme Anfang 2025. Die Plattform, deren Fertigstellung für Oktober 2027 geplant ist, soll als Forschungszentrum für klimafreundliche Antriebssysteme dienen.
Die Werft war Ende Januar 2025 nach einer Insolvenz von der Heinrich Rönner Gruppe übernommen worden. Seither arbeitet die Geschäftsführung daran, den Betrieb wiederzubeleben – das DLR-Projekt markiert nun den ersten großen Schritt in diese Richtung. Das schwimmende Labor wird Wasserstofftechnologien, Batterielösungen und andere grüne Energiesysteme testen, und zwar in einer modularen Forschungsanordnung, die an ein diesel-elektrisches Basissystem angebunden ist.
Neben diesem Vorhaben führt FSG Gespräche mit mehreren Kunden über weitere Neubauten. Stand Februar 2026 werden drei zusätzliche Verträge verhandelt: zwei RoPax-Fähren für einen skandinavischen Betreiber sowie ein Offshore-Versorgungsschiff für ein maritimes Unternehmen aus dem Nahen Osten. Werftinhaber Thorsten Rönner hat sich zudem zum Ziel gesetzt, noch in diesem Jahr Aufträge für Marinefahrzeuge zu akquirieren.
Die Werft strebt eine vollständige Erholung bis zum zweiten Jahr unter neuer Führung an. Mit dem Heimathafen der DLR-Plattform in Kiel und einer wachsenden Projektpipeline positioniert sich FSG für eine schrittweise Rückkehr in die maritime Branche.
Die Fertigstellung der Plattform 2027 wird einen dedizierten Raum für die Weiterentwicklung nachhaltiger Schifffahrtstechnologien bieten. Gleichzeitig deuten die laufenden Verhandlungen und geplanten Projekte auf eine allmähliche Erholung der traditionsreichen Werft hin. Sollten diese Bemühungen erfolgreich sein, könnte FSG seine Rolle als wichtiger Akteur im europäischen Schiffbau zurückgewinnen.
Key Precedent Revealed in FSG's Revival Timeline
Before the 2025 takeover by Heinrich Rönner Gruppe, reports indicate that companies linked to Tennor Holding acquired 350 FSG employees. This structured transfer of staff marked an early step in stabilising the shipyard during its insolvency recovery phase. The move ensured operational continuity while setting the stage for the subsequent ownership change.