Frasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für die vollständige Hugo Boss-Übernahme
Elias HofmannFrasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für die vollständige Hugo Boss-Übernahme
Die Frasers Group hat ein Übernahmeangebot in Höhe von 1,7 Milliarden Pfund für die vollständige Übernahme von Hugo Boss vorgelegt. Das Angebot bewertet das deutsche Modeunternehmen mit 38 Euro pro Aktie. Frasers hält bereits 26 Prozent der Anteile und strebt nun die verbleibenden 74 Prozent an.
Hugo Boss entwirft und vertreibt Luxusmode für Herren und Damen, darunter Kleidung, Schuhe und Accessoires. Im Jahr 2025 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von knapp 4,3 Milliarden Euro sowie ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) in Höhe von 782 Millionen Euro. Die Bruttovermögenswerte beliefen sich Ende des Jahres auf 3,7 Milliarden Euro, das Nettovermögen lag bei rund 1,6 Milliarden Euro.
Nach deutschen Übernahmebestimmungen muss Frasers ein Pflichtangebot für alle Aktien abgeben, sobald der Anteil die 30-Prozent-Marke überschreitet. Zur Finanzierung der Transaktion hat das Unternehmen eine Kreditlinie über eine Akquisitionsfazilität mit mehreren Banken gesichert.
Frasers rechnet damit, dass die Übernahme in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen wird, vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Genehmigungen. Vorstandschef Michael Murray nahm aufgrund seiner Position im Aufsichtsrat von Hugo Boss nicht an den Beratungen des Frasers-Vorstands über das Angebot teil.
Durch den vorgeschlagenen Deal würde Frasers die volle Kontrolle über Hugo Boss erlangen. Der Abschluss steht unter dem Vorbehalt der Erfüllung aller rechtlichen und regulatorischen Auflagen. Das Angebot bleibt zudem von der Zustimmung der Aktionäre und der Behörden abhängig.







