Francese in Kiel: Der versteckte Geheimtipp mit italienischem Charme am Blücherplatz
Elias Hofmann
Francese in Kiel: Der versteckte Geheimtipp mit italienischem Charme am Blücherplatz
Francese liegt am Rande des Blücherplatzes, nicht weit vom belebten Zentrum Kiels entfernt – doch wer nicht gezielt danach sucht, könnte es glatt übersehen. Kein pompöses Schild, kein auffälliger Eingang, nur ein schlichtes Ladenlokal unter der Adresse Blücherpl. 15. Und doch sprechen Einheimische über das Restaurant, als wäre es ihr persönlicher Geheimtipp.
Drinnen ist alles unprätentiös: holzgetäfelte Tische, angenehmes Licht, ab und zu das Klingen von Italienisch aus der Küche. Der Typ Ort, an dem man stundenlang mit einem Glas Wein sitzen kann, ohne dass einem jemand komische Blicke zuwirft. Oder wo man allein mit einem Buch auftauchen kann, ohne sich fehl am Platz zu fühlen. Die Karte ist nicht endlos, aber durchdacht: hausgemachte Pasta, Pizzen mit perfekt knusprigem Rand und einige saisonale Gerichte, die oft genug wechseln, um Stammgäste bei der Stange zu halten.
Das Essen ist gut – doch es sind die kleinen Details, die den Unterschied machen. Das Personal schenkt tatsächlich Aufmerksamkeit, erinnert sich an die Vorlieben von Stammgästen und lässt Neulinge spüren, als gehörten sie schon lange dazu. Kein aufdringlicher Service, kein Hetzen beim Essen. Einfach Leute, denen es wichtig zu sein scheint, dass man einen schönen Abend verbringt.
Selbst genaue Öffnungszeiten sucht man online vergeblich – wer sichergehen will, ruft besser vorher an. Meistens hat man abends geöffnet. Am Wochenende wird es voll, da lohnt sich eine Reservierung, aber wer spontan vorbeikommt, findet meist noch einen Platz an der Bar. Die Adresse: Blücherpl. 15, direkt am Wasser.
Kiel hat genug Restaurants – von Fast Food bis zum Sterne-Lokal ist alles dabei. Francese versucht gar nicht erst, in eine dieser Schubladen zu passen. Es ist einfach ein gutes, unkompliziertes Restaurant mit zuverlässigem Essen und einer entspannten Atmosphäre. Keine Spielchen, kein Hinterherjagen nach Social-Media-Rummel. Nur eine ruhige Ecke, in der ein Abendessen wie mehr als nur eine weitere Mahlzeit außerhalb wirkt.
Manche Orte möchte man der ganzen Welt erzählen. Bei diesem hier zögert man vielleicht – einfach, um zu verhindern, dass es zu voll wird. Aber wenn man jemanden kennt, der es zu schätzen wüsste, würde man es wohl irgendwann doch erwähnen. Irgendwann.







