10 June 2026, 06:05

Feuerzeug-Attacke auf Torwart: Sechs Monate Bewährung für Stadion-Randalierer

Leichter Wurf auf den Torwart - Bewährung für Union-Fan

Feuerzeug-Attacke auf Torwart: Sechs Monate Bewährung für Stadion-Randalierer

Ein 28-jähriger Mann ist zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er während eines Bundesliga-Spiels ein Feuerzeug auf einen Torwart geworfen hatte. Der Angriff ereignete sich im Dezember vergangenen Jahres im Stadion An der Alten Försterei in Köpenick und verursachte beim Spieler eine leichte Schädelprellung, was zudem zu einer längeren Spielunterbrechung führte.

Das Vorfall geschah am 14. Dezember 2024, als der Angeklagte unter Alkoholeinfluss ein Feuerzeug auf den Bochumer Torhüter Patrick Drewes warf. Das Objekt traf Drewes am Kopf und führte zu einer leichten Schädelprellung. Vor Gericht schilderte er später die Folgen des Angriffs: Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen, die ihn eine Woche lang arbeitsunfähig machten.

Das Spiel wurde für über 25 Minuten unterbrochen, bevor die Offiziellen Bochum schließlich einen 2:0-Sieg zusprachen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine zehnmonatige Bewährungsstrafe gefordert und den Angriff als „absolutes No-Go – eine überschrittene rote Linie“ bezeichnet. Stattdessen verhängte das Gericht eine sechsmonatige Bewährungsstrafe sowie ein zweijähriges Stadionverbot. Dieses Verbot gilt für alle Spiele der ersten, zweiten und dritten Liga sowie der Regionalliga.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da die Möglichkeit einer Berufung besteht.

Die Bewährungsstrafe und das Stadionverbot bilden den juristischen Abschluss eines Angriffs, der ein Profi-Fußballspiel unterbrochen hatte. Der verletzte Torhüter Drewes fehlte aufgrund des Vorfalls eine Woche bei der Arbeit, während der Angeklagte nun mit Einschränkungen bei künftigen Spielbesuchen leben muss.

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