09 May 2026, 08:07

Festo streicht 1.300 Jobs in Deutschland – Gewerkschaften protestieren

Großes industrielles Lager mit gestapelten Kisten, Überhead-Kränen, Zaun, Versorgungsmasten und einer fernen Wand in einer Fertigungsumgebung.

Festo streicht 1.300 Jobs in Deutschland – Gewerkschaften protestieren

Festo kündigt Abbau von 1.300 Stellen in Deutschland an

Der führende Anbieter von Industrieautomationstechnik, Festo, hat Pläne bekannt gegeben, rund 1.300 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Transformationsprogramms, das die Effizienz steigern und das Wachstum vorantreiben soll. Im Jahr 2025 verzeichnete das Unternehmen den dritten Rückgang in Folge – der Umsatz sank um 3,7 Prozent auf etwa 3,33 Milliarden Euro.

Die Stellenstreichungen erfolgen vor dem Hintergrund erheblicher Herausforderungen auf den globalen Märkten, darunter wachsende Konkurrenz durch asiatische Hersteller und anhaltende geopolitische Instabilität. Festo, ein familiengeführtes Unternehmen mit Sitz in Esslingen, beschäftigt derzeit weltweit rund 20.600 Mitarbeiter, davon etwa 8.200 in Deutschland. Die geplanten Kürzungen stoßen auf Kritik der Gewerkschaft IG Metall, die warnt, die Entlassungen schwächten die industrielle Basis Deutschlands.

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Festo ist spezialisiert auf Automatisierungslösungen wie pneumatische Systeme, KI-gestützte Software und Bioreaktoren für eine nachhaltige Produktion. Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen in der technischen Ausbildung. Ziel der Umstrukturierung ist es, die Position in diesen Bereichen zu festigen und sich gleichzeitig an veränderte Marktanforderungen anzupassen.

Um die Veränderungen zu finanzieren, wird Festo seine deutschen Standorte straffen. Das Unternehmen betont, dass die Neuausrichtung dazu beitragen werde, die langfristige Führungsrolle in den Bereichen Automatisierung und technische Bildung zu sichern.

Das Transformationsprogramm soll die globalen Aktivitäten von Festo neu ausrichten – mit Fokus auf Effizienz und Innovation. Das Unternehmen erwartet, dass die Restrukturierung seine Wettbewerbsfähigkeit in der Automatisierung und bei nachhaltigen Industrielösungen stärken wird. Durch die Stellenkürzungen verringert sich die Belegschaft in Deutschland jedoch um etwa 16 Prozent.

Quelle