11 April 2026, 04:04

FDP attackiert Senatspläne für Bebauung der Bremer Galopprennbahn als Bürgerverrat

Gruppe von Menschen, die vor einem Gebäude mit Bäumen und Wolken im Hintergrund reiten, Text unten lautet "Doncaster Races, Race for the Great Stakes, 1839".

FDP attackiert Senatspläne für Bebauung der Bremer Galopprennbahn als Bürgerverrat

Die Bremer FDP hat die Pläne des Senats zur Bebauung der ehemaligen Galopprennbahn im Osten der Stadt scharf kritisiert. Die Partei wirft der Regierung vor, den Willen der Bürger zu ignorieren und die Chance zu verpassen, dringend benötigte Grünflächen für die Anwohner zu schaffen. Stattdessen setzt sie sich für eine neue Vision ein, die das 30 Hektar große Gelände zu einem Zentrum für Sport, Freizeit und Kultur umwandelt.

2019 hatten die Bremer Bürger in einem Volksentscheid den Bau von Wohnungen auf dem Rennbahngelände abgelehnt. Die FDP wirft dem Senat nun vor, diese Entscheidung zu missachten, indem er die Bebauungspläne wiederaufleben lässt. Ole Humpich, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft, kritisiert die Begründung für die Bauvorhaben als fehlerhaft. Er verweist darauf, dass die vom Senat selbst betonte Bedeutung von Klimafolgenanpassung und Hitzeschutz im Widerspruch zur weiteren Versiegelung von Flächen stehe.

Die FDP sieht in dem freien Gelände eine seltene Gelegenheit für den Bremer Osten. Ihr Vorschlag umfasst ein professionelles Management, eine bessere Infrastruktur und Kooperationen mit privaten Unternehmen. Ziel ist es, einen lebendigen Ort für Erholung, Sport und kulturelle Veranstaltungen zu schaffen. Humpich betont, dass die Stadt eine zukunftsweisende Perspektive brauche – und nicht weitere Bebauung.

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Die Partei argumentiert, dass die Vernachlässigung des Geländes kein Grund für eine Bebauung sein dürfe. Stattdessen fordert sie eine gut durchdachte Umgestaltung, die der Bevölkerung nützt und ökologische Prioritäten berücksichtigt.

Der Widerstand der FDP setzt den Senat unter Druck, seine Bebauungsstrategie zu überdenken. Sollte sich ihre Vision durchsetzen, könnte die ehemalige Rennbahn zu einem bedeutenden Freizeit- und Kulturzentrum werden. Vorerst bleibt die Debatte über die Zukunft des Geländes jedoch ungelöst.

Quelle