Familienunternehmen warnen vor Investitionsflucht aus Deutschland wegen politischer Fehlentscheidungen
Nina WalterFamilienunternehmen warnen vor Investitionsflucht aus Deutschland wegen politischer Fehlentscheidungen
Stiftung Familienunternehmen und Politik kritisiert Bundesregierung scharf zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition
Die Stiftung Familienunternehmen und Politik hat die Bundesregierung zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition scharf kritisiert. Als Interessenvertreterin von über 600 mittelständischen und großen Familienunternehmen warnt die Stiftung, dass die wirtschaftliche Stabilität Deutschlands in Gefahr sei. Viele dieser Unternehmen fühlten sich gezwungen, aufgrund der sich verschlechternden Rahmenbedingungen im Inland Investitionen ins Ausland zu verlagern.
Vorstandsmitglied Rainer Kirchdörfer beschrieb die deutsche Wirtschaft als „langsam, aber stetig schwächer werdend“. Er betonte, dass der Ruf Deutschlands als führende Exportnation auf dem Spiel stehe. Familienunternehmen wollten zwar weiterhin vor Ort investieren, sähen sich jedoch mit zu vielen Hindernissen konfrontiert.
Die Stiftung hatte große Erwartungen in die Politik der Koalition gesetzt. Doch ein Jahr nach Amtsantritt stellte Kirchdörfer fest, dass keine dieser Hoffnungen erfüllt worden sei. Das anhaltende Nichthandeln der Regierung sei nicht länger hinnehmbar, so der Vorwurf.
Zu den zentralen Problemen zählen übermäßige Bürokratie und ausbleibende Ausgabenkürzungen. Kirchdörfer verwies zudem auf die wachsende Unberechenbarkeit im Welthandel, die durch Maßnahmen der USA sowie europäische bürokratische Hürden vorangetrieben werde. Zwar stoße die Verlagerung von Investitionen ins Ausland auf Kritik, doch viele Unternehmen sähen keine Alternative.
Für Familienunternehmen und die nächste Generation seien vernünftige politische Rahmenbedingungen unverzichtbar, betonte Kirchdörfer. Ohne diese bleibe die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands ungewiss.
Die Warnung der Stiftung unterstreicht die Belastung der Familienbetriebe und ihr schwindendes Vertrauen in die Regierung. Da keine klaren Reformsignale erkennbar seien, könnten weitere Unternehmen ihre Investitionen aus Deutschland abziehen. Die Folgen könnten die Position des Landes im globalen Handel zusätzlich schwächen.






