25 June 2026, 12:03

Experten fordern strengere Regeln für soziale Medien und KI zum Schutz von Kindern

Vielleicht ein Alterslimit und 55 weitere Maßnahmen

Experten fordern strengere Regeln für soziale Medien und KI zum Schutz von Kindern

Experten fordern strengere Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche vor den Risiken sozialer Medien und künstlicher Intelligenz. Eine Reihe von 56 Empfehlungen zielt darauf ab, einen Ausgleich zwischen dem Schutz junger Menschen und der Gewährleistung digitaler Teilhabe zu schaffen.

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Ein pauschales Verbot sozialer Medien für unter 14-Jährige wurde als undurchführbar abgelehnt. Stattdessen wurden zwei Alternativen vorgeschlagen: die Festlegung eines gesetzlichen Mindestalters von 13 Jahren oder die Einführung plattformspezifischer Altersbeschränkungen. Bundesbildungsministerin Karin Prien unterstützte die Vorschläge und sprach sich für die 13-Jahre-Grenze aus.

Die Empfehlungen fordern Politiker zudem auf, erfolgreiche Schulprogramme auszubauen und Plattformen zu verbieten, bestimmte Nutzerbindungsstrategien einzusetzen. Kinderärzte wurden aufgefordert, bei Vorsorgeuntersuchungen routinemäßig über die Gefahren sozialer Medien aufzuklären. Hebammen sollten darüber hinaus werdende Eltern über die Risiken von Bildschirmzeit für Säuglinge und übermäßiger Handynutzung während der Schwangerschaft informieren.

Weitere Maßnahmen umfassen die Verankerung der elterlichen Medienbildung als gesetzliche Pflicht im Bürgerlichen Gesetzbuch. Universitäten und berufliche Ausbildungsprogramme sollen zudem Medienkompetenz in ihre Lehrpläne für zukünftige Pädagogen integrieren. Ministerin Prien kündigte an, bis Ende des Jahres mit EU-Amtskollegen über eine europaweite Regelung oder eine nationale Lösung zu beraten.

Die Debatte über Altersbeschränkungen und die Umsetzung weiterer Empfehlungen bleibt in vollem Gange. Die Vorschläge zielen darauf ab, die digitale Kompetenz zu stärken und gleichzeitig junge Menschen vor potenziellen Schaden zu bewahren. Die Diskussionen werden fortgesetzt, während Politiker die beste Vorgehensweise zur Einführung dieser Maßnahmen abwägen.

Quelle